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Das Problem ist der Bundeswehr seit Jahren bekannt: Die für die 120-mm-Mörser des Heeres heute noch verwendete Munition stammt zum Großteil aus den 1980er und frühen 1990er Jahren. Die Treib- und Grundladungen sind überaltert, es besteht das Risiko von Fehlfunktionen. Genau das war vermutlich Ursache eines Zwischenfalls am Freitag, dem 25. Mai, auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken.

Beim Übungsschießen mit Sprengmunition entzündete sich die Treibladung einer Patrone überhaupt nicht, wie aus einem im Netz verbreiteten Video hervorgeht. Lediglich die Anzündladung für die eigentliche Treibladung – auch als Grundladung bezeichnet – zündete und führte zum einem extremen Kurzschuss: Die Granate plumpste im Zeitlupentempo aus dem Rohr und fiel dem vor dem Mörser stehenden Ladeschützen auf den Rücken. Zum Glück für die umstehenden Soldaten löste der korrekt funktionierende Zünder die Granate nicht aus – 50 Meter um die Detonationsstelle einer 120-mm-Patrone gelten als tödliche Zone.

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