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Das US-Verteidigungsministerium teilte am Freitag mit, dass man sich dazu entschlossen habe, seine Präsenz in Syrien zu verstärken und unter anderem wieder mechanisierte Kräfte nach Ostsyrien zu verlegen. Die mit Schützenpanzern vom Typ Bradley ausgerüsteten Kräfte sind bereits in der Region eingetroffen.

US-Medienberichten zufolge handelt es sich bei den Truppen um Kräfte der 2nd Brigade, 1st Armored Division, welche derzeit im Rahmen der Operation „Spartan Shield“ in Kuwait eingesetzt sind.

“Das U.S. Central Command hat eine Reihe von Maßnahmen im Nordosten Syriens eingeleitet, um die Sicherheit der Koalitionstruppen zu gewährleisten. Die Vereinigten Staaten haben Sentinel-Radare [ein Nachbereichsradar zur Flugabwehr – Anm. d. Red.] eingesetzt, die Einsatzfrequenz der US-Kampffliegerpatrouillen über den amerikanischen Bodentruppen erhöht und Bradley-Schützenpanzer zur Verstärkung der US-Streitkräfte im ostsyrischen Sicherheitssektor (ESSA) eingesetzt. Diese Aktivitäten sind ein klarer Beweis für die Entschlossenheit der Vereinigten Staaten, die Streitkräfte der Koalition in der ESSA zu verteidigen und sicherzustellen, dass sie in der Lage sind, ihren Einsatz gegen ISIS ohne Einmischung fortzusetzen. […] Die Vereinigten Staaten streben keinen Konflikt mit irgendeiner anderen Nation in Syrien an, sondern werden die Streitkräfte der Koalition verteidigen, falls erforderlich.”, so ein Sprecher des U.S. Central Command.

Ende Oktober 2019 wurden schon einmal Bradleys des 30th Armored Brigade Combat Teams nach Syrien verlegt, um die dortige Öl-Infrastruktur vor militanten Kämpfern des islamischen Staates zu schützen. Diese Kräfte wurden aber kurze Zeit später abgezogen. (Foto: U.S. Army Reserve / DeAndre Pierce)

Dieser Schritt erfolgte nach mehreren Zusammenstößen mit russischen Streitkräften in den vergangenen Monaten. So haben im August 2020 bei einem dieser Zusammenstöße vier US-Soldaten leichte Verletzungen davongetragen. Derzeit sind ca. 500 US-Soldaten in Ostsyrien stationiert.

Waldemar Geiger