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Das Bundesministerium für Verteidigung (BMVg) hat sich gegen eine Auflösung des Kommando Spezialkräfte (KSK) entschieden. Nach Angaben des BMVg hat die Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer die Entscheidung nach einem gestrigen Besuch im Verband getroffen, dass das KSK weiterhin bestehen bleibt. Darüber hat das BMVg nach eigenen Angaben heute Morgen den Bundestag informiert.

Erst letzte Woche wurde der Abschlussbericht des Generalinspekteurs der Bundeswehr zu den Reformbestrebungen des Verbandes vorgestellt. Nach Bekanntwerden von Vorfällen rund um Rechtsextremismus und mangelhafte Munitionsbewirtschaftung hat die Bundeswehrführung zur Mitte letzten Jahres einen 60 Stufen umfassenden Reformplan erarbeiten lassen, von dem mittlerweile 90 Prozent umgesetzt wurden und nach Angaben des BMVg zu einem positiven Wandel im Verband geführt haben.

„Klar ist, dass wir die einzigartigen militärischen Fähigkeiten brauchen, die im KSK vorhanden sind. Geht der Verband den eingeschlagenen Weg konsequent weiter, wird er auch künftig ein strategisches Instrument der Sicherheitsvorsorge im nationalen Rahmen und im Verbund unseren Partnern sein“, so die Ministerin.

Die Notwendigkeit des Verbandes zeigt sich auch in seiner operativen Rolle, die der Verband bereits seit dem zweiten Quartal des Jahres wieder aktiver ausübt. Das KSK ist der einzige Verband der Bundeswehr, der für die Befreiung deutscher Bürger aus Geisellagen in unkooperativen ausländischen Gebieten ausgerüstet und ausgebildet ist. Neben dieser Daueraufgabe unterschützen derzeit nach Angaben der Bundeswehr eine niedrige zweistellige Anzahl von Kommandosoldaten die Sicherung der deutschen Kräfte in Afghanistan.

Waldemar Geiger