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Die Kampfschwimmer der Deutschen Marine zählten zu den ersten Spezialkräften der neu aufgestellten Bundeswehr, jetzt stellen sie den ersten Direktor Spezialkräfte. Wie „augengeradeaus“ zuerst berichtete, ist der noch amtierende Adjutant der Verteidigungsministerin, Kapitän zur See Stephan Plath, für den neu geschaffenen Einsterner-Dienstpostengesetzt.

Plath trat 1990 in die Marine ein (Crew 7/90) und war nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre zunächst auf Minenjagdbooten eingesetzt, bevor er 1997 die Kampfschwimmerausbildung und anschließend die Kampfschwimmeroffizierausbildung begann. Zu seinen weiteren Verwendungen zählen Chef Kampfschwimmerkompanie, 45. nationaler Admiralstabslehrgang, Kampfschwimmerstabsoffizier im Kommando Führung von Operationen von Spezialkräften (Kdo FOSK), Referent im Einsatzteam Einsatz Spezialkräfte im BMVg und Kommandeur Spezialisierte Einsatzkräfte der Marine. Ebenso war er Referent im Bundeskanzleramt.

Das BMVg hatte bereits im Juli angekündigt, dass „zum 1. Oktober 2021 [..] ein Direktor Spezialkräfte beim Einsatzführungskommando der Bundeswehr etabliert [wird]. Truppendienstliche und fachliche Führungsstränge werden dort durch die Bündelung von Kompetenz und Verantwortung miteinander zusammengeführt. Damit werden Beratungsfähigkeit, Kohärenz und internationale Kooperation der Spezialkräfte gestärkt.“

Die Spezialkräfte der Bundeswehr umfassen das Kommando Spezialkräfte des Heeres, die Kampfschwimmer der Deutschen Marine sowie Kräfte der 4. Staffel des Hubschraubergeschwaders 64 der Luftwaffe.

Jan-Phillipp Weisswange