StartMobilitätElbit Systems Deutschland zeigt neue Produkte auf der ILA 2024

Elbit Systems Deutschland zeigt neue Produkte auf der ILA 2024

Stefan Axel Boes

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Die deutsche Tochter des israelischen Unternehmens Elbit Systems, die ehemalige Telefunken Racoms aus Ulm, stellt auf der internationalen Luftfahrtausstellung ILA in Berlin vom 5. bis 9. Juni eingeführte und neue Produkte für den deutschen Markt vor. Darunter befinden sich neben bereits beauftragten Systemen wie DIRCM (Directed Infra Red CounterMeasures) zum effektiven Schutz aller Arten von Luftfahrzeugen vor infrarotgelenkten Bedrohungen auch Lösungen für Fähigkeitslücken, die bei der Bundeswehr kurzfristig zur Schließung vorgesehen sind.

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Der Hermes Starliner könnte als unbemannte Ergänzung zum Seefernaufklärer P-8 Poseidon für die deutsche Marine interessant sein. (Foto: Elbit)

Auf dem Freigelände kann sich der interessierte Messebesucher etwa aus der Nähe mit dem Hermes Starliner vertraut machen, einer der ersten militärisch nutzbaren Drohnen, die für den Einsatz im zivilen Luftraum entwickelt wurden. Der Starliner ist darüber hinaus in der Lage, bis zu 36 Stunden durchgehend zu operieren und beispielsweise Aufklärung zu betreiben. Aufgrund dieser Qualitäten erhofft sich Elbit Systems Deutschland unter anderem das Interesse der Marine, die den Starliner als Ergänzung für die neuen Seefernaufklärer vom Typ P-8 Poseidon einsetzen könnte.

Einer aktuellen Priorisierung der Streitkräfte im Bereich der Drohnenabwehr, die aufgrund der in der Ukraine gesammelten Erfahrungen noch an Bedeutung gewonnen hat, begegnet Elbit Systems Deutschland mit dem Drohnenabwehrsystem ReDrone. Diese mobil sowie stationär einsetzbare Lösung detektiert und kategorisiert eine Vielzahl militärischer und ziviler Drohnentypen auf weite Distanz und kann automatisch Gegenmaßnahmen einleiten.

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Das mit gerichteten Laserstrahlen arbeitende Flugkörper-Schutzsystem DIRCM für Luftfahrzeuge ist bereits von der Bundeswehr beauftragt. (Foto: Elbit)

Ein weiteres System, das das süddeutsche Unternehmen auf der ILA zeigen wird, ist die Loitering Ammunition vom Typ SkyStriker, die im Fall einer Beschaffung auch vom künftigen Raketenartilleriesystem EuroPULS verschossen werden könnte. Darüber hinaus kann SkyStriker auch teilstreitkräfteübergreifend als Bewaffnung an Flugzeugen oder Hubschraubern eingesetzt werden.

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Das Raketenartilleriesystem EuroPULS soll beim deutschen Heer den Mehrfachwerfer MARS ergänzen und könnte auch die Loitering Ammunition SkyStriker verschießen. (Foto: Elbit)

Einige der Projekte, die Elbit Systems Deutschland im Rahmen der ILA zeigt, werden in Kooperation mit anderen deutschen Unternehmen realisiert. So steuert das Unternehmen als Unterauftragnehmer einen wichtigen Teil zur neuen Sensorausstattung des leichten Kampfhubschraubers H145 LKH bei. Im Bereich Luftabwehr liefert Elbit die Command-and-Control-Ausstattung für das Raketenabwehrsystem Arrow 3, das Deutschland bereits zur Beschaffung vorgesehen hat.

Stefan Axel Boes