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	<title>Türkei &#8211; S&amp;T &#8211; Soldat &amp; Technik</title>
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	<title>Türkei &#8211; S&amp;T &#8211; Soldat &amp; Technik</title>
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		<title>CFL-120 Karpat: Mittlerer Kampfpanzer von CSG und FNSS</title>
		<link>https://soldat-und-technik.de/2026/05/mobilitaet/48457/cfl-120-karpat-csg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefan Axel Boes]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2026 06:28:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mobilität]]></category>
		<category><![CDATA[FNSS]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="218" height="150" src="/wp-content/uploads/2026/05/22-218x150.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Der mittlere Kampfpanzer Karpat verbindet das Fahrgestell der Kaplan-Familie mit dem Hitfact MkII 120-mm-Turm." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" title="CFL-120 Karpat: Mittlerer Kampfpanzer von CSG und FNSS 1">Die in den letzten Jahren wiederbelebte Kategorie des mittleren Kampfpanzers hat ein neues Mitglied: Auf der Rüstungsmesse IDEB 2026 im slowakischen Bratislava stellten die Czechoslovak Group (CSG) und die türkische FNSS Savunma Sistemleri den CFL-120 Karpat vor. Dieser kombiniert das Fahrgestell der Kaplan-Familie von FNSS mit dem Hitfact MkII 120-mm-Turm der italienischen Leonardo und ist [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="218" height="150" src="/wp-content/uploads/2026/05/22-218x150.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Der mittlere Kampfpanzer Karpat verbindet das Fahrgestell der Kaplan-Familie mit dem Hitfact MkII 120-mm-Turm." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" title="CFL-120 Karpat: Mittlerer Kampfpanzer von CSG und FNSS 2"><p>Die in den letzten Jahren wiederbelebte Kategorie des mittleren Kampfpanzers hat ein neues Mitglied: Auf der Rüstungsmesse IDEB 2026 im slowakischen Bratislava stellten die Czechoslovak Group (CSG) und <a href="https://www.fnss.com.tr/en" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">die türkische FNSS Savunma Sistemleri</a> den CFL-120 Karpat vor. Dieser kombiniert das Fahrgestell der Kaplan-Familie von FNSS mit dem Hitfact MkII 120-mm-Turm der italienischen Leonardo und ist eine Weiterentwicklung des Kaplan MT. <a href="https://soldat-und-technik.de/2024/10/mobilitaet/40304/tuerkisch-indonesische-zusammenarbeit-fuer-neuen-transportpanzer-kaplan/">Der Vorgänger mit 105-mm-Hauptwaffe steht unter dem Namen Harimau (auf Deutsch jeweils: Tiger) in Indonesien in Dienst</a>.</p>
<p>Von dem 2017 vorgestellten Typ will Indonesien insgesamt 412 beschaffen. Er hat eine Masse von 30 bis 35 Tonnen bei einem Grundschutz von NATO STANAG Level 4 (gegen panzerbrechende Geschosse Kaliber 14,5 x 114 mm) und einer modularen Zusatzpanzerung Level 5 (gegen 25 x 137 mm). Die Bewaffnung besteht aus einer gezogenen 105-mm-Kanone von Cockerill mit Automatiklader in Zwei-Mann-Turm. Ein Caterpillar-Sechszylinder-Dieselmotor mit 711 PS Leistung verleiht dem Fahrzeug eine bei 70 km/h abgeregelte Geschwindigkeit auf der Straße.</p>
<h3><strong>Karpat soll überlegene Feuerkraft bei geringerem Gewicht bieten</strong></h3>
<p>Die Rahmendaten des Karpat werden ähnlich angegeben, zudem wird eine Reichweite von 450 Kilometern genannt. Er soll zudem über eine ABC-Schutzbelüftung, eine Brandunterdrückungs- und eine Klimaanlage verfügen. Der Turm verfügt über stabilisierte Optiken für Kommandant und Richtschützen mit Tag- und Nachtsichtkanal, Laser-Entfernungsmesser und Möglichkeit zur Zielübergabe oder Übersteuerung des Richtschützen durch den Kommandanten. Das Fahrzeug kann mit verschiedenen Navigations-, Kommunikations- und netzwerkfähigen Battle-Management-Systemen ausgestattet werden.</p>
<p>Statt der 120-mm-Kanone kann auch wieder eine 105-mm-Waffe zum Einsatz kommen, jeweils manuell oder automatisch geladen. Sie wird ergänzt von einem koaxialen Maschinengewehr Kaliber 7,62 mm und einer optionalen fernbedienten Waffenstation mit einem zusätzlichen MG Kaliber 7,62 mm, 12,7 mm oder einer Granatmaschinenwaffe 40 mm. CSG will für die Produktion seine industriellen Kapazitäten in der Slowakei nutzen. Neben dem europäischen Markt hat man auch mögliche Kunden aus Afrika, Asiden und dem Nahen Osten im Auge, die überlegene Feuerkraft in Verbindung mit geringerem Gewicht und logistischen Anforderungen als bei schweren Kampfpanzern suchen.</p>
<p><strong>Redaktion/sab</strong></p>
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		<title>K2 und Altay: Mehr Kampfpanzer mit südkoreanischer DNS</title>
		<link>https://soldat-und-technik.de/2025/11/mobilitaet/46013/k2-und-altay-panzer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefan Axel Boes]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Nov 2025 08:52:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mobilität]]></category>
		<category><![CDATA[Kampfpanzer]]></category>
		<category><![CDATA[Polen]]></category>
		<category><![CDATA[Südkorea]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="218" height="150" src="/wp-content/uploads/2025/07/K2_Tank_Joins_the_Fight_with_eFP_Battle_Group_Poland_-_1-218x150.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Polen wird den Kampfpanzer K2 künftig im Land produzieren, die Türkei hat die Serienfertigung ihres Altay bereits gestartet." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" title="K2 und Altay: Mehr Kampfpanzer mit südkoreanischer DNS 3">Nach längeren Verhandlungen haben die südkoreanische Hyundai Rotem sowie ihre polnischen Partner Polska Grupa Zbrojeniowa (PGZ) und Zakłady Mechaniczne Bumar Łabędy Ende Oktober eine Vereinbarung zum Technologietransfer für den Kampfpanzer K2 unterzeichnet. Bumar Łabędy erhält damit die Rechte und Fähigkeiten, den K2 sowie seine polonisierte Version K2PL und davon abgeleitete Unterstützungsfahrzeuge herzustellen, zu modifizieren, modernisieren [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="218" height="150" src="/wp-content/uploads/2025/07/K2_Tank_Joins_the_Fight_with_eFP_Battle_Group_Poland_-_1-218x150.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Polen wird den Kampfpanzer K2 künftig im Land produzieren, die Türkei hat die Serienfertigung ihres Altay bereits gestartet." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" title="K2 und Altay: Mehr Kampfpanzer mit südkoreanischer DNS 4"><p><a href="https://soldat-und-technik.de/2025/07/streitkraefte/44447/k2-black-panther/">Nach längeren Verhandlungen</a> haben die südkoreanische Hyundai Rotem sowie ihre polnischen Partner Polska Grupa Zbrojeniowa (PGZ) und Zakłady Mechaniczne Bumar Łabędy Ende Oktober eine Vereinbarung zum Technologietransfer für den Kampfpanzer K2 unterzeichnet. Bumar Łabędy erhält damit die Rechte und Fähigkeiten, den K2 sowie seine polonisierte Version K2PL und davon abgeleitete Unterstützungsfahrzeuge herzustellen, zu modifizieren, modernisieren und bis zur zweithöchsten Wartungsstufe 4 instand zu setzen.</p>
<p>Daneben einigten sich die Parteien darauf, in den nächsten beiden Jahren 116 K2 abzuliefern, 64 K2PL in den Jahren 2028 bis 2032, und 31 Bergepanzer sowie je 25 Pionier- und Brückenlegepanzer auf K2-Fahrgestell in den Jahren 2029 bis 2031. Insgesamt hat das polnische Heer mit Stand August 360 Kampfpanzer des Typs bestellt, von denen 160 bereits ausgeliefert sind. Die 16. Mechanisierte Division soll 180 Stück erhalten.</p>
<h3><strong>Türkei startet Altay-Serienproduktion</strong></h3>
<p>Währenddessen hat die Türkei ebenfalls Ende Oktober die Serienproduktion des Kampfpanzers Altay gestartet, auch dieser mit südkoreanischer Hilfe entwickelt. Bei der offiziellen Eröffnung der Produktionsstätte von <a href="https://www.bmc.com.tr/" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Hersteller BMC</a> in Ankara wurden die ersten beiden Exemplare an das türkische Heer übergeben. Das Werk soll künftig mehr als 1.500 Beschäftigte haben und monatlich acht Altay sowie zehn 8&#215;8-Panzerfahrzeuge Altuğ fertigstellen.</p>
<p>Dabei sollen die ersten 85 Kampfpanzer der Version T1 noch mit südkoreanischem Antriebsstrang produziert werden. <a href="https://soldat-und-technik.de/2025/08/mobilitaet/45021/kampfpanzer-altay/">Ab 2026 oder 2027 ist dann der Übergang zur Version T2 mit einheimischen BATU-Powerpack von BMC geplant</a>. Bislang sind 250 Altay bestellt, die die älteren Kampfpanzer Leopard 1 und M60 des Heeres ablösen sollen.</p>
<p><strong>Stefan Axel Boes</strong></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Unbemannter Turm SARP 100/35 für türkischen Radpanzer Altuğ</title>
		<link>https://soldat-und-technik.de/2025/08/bewaffnung/45087/sarp-100-35-altug/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefan Axel Boes]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Aug 2025 07:13:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bewaffnung]]></category>
		<category><![CDATA[BMC]]></category>
		<category><![CDATA[Schützenpanzer 8x8]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="218" height="150" src="/wp-content/uploads/2025/08/2962251737082198-218x150.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="So soll der Radschützenpanzer Altug mit dem Turm SARP 100/35 aussehen." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" title="Unbemannter Turm SARP 100/35 für türkischen Radpanzer Altuğ 5">Das türkische Unternehmen Aselsan wird seinen privat entwickelten unbemannten Turm SARP 100/35 für den 8&#215;8-Radschützenpanzer Altuğ liefern. Die Firma bestätigte, dass der Turm auf den 29 Fahrzeugen zum Einsatz kommen werde, die ab 2027 zulaufen werden. Er verfügt über eine 35-mm-Kanone mit 100 Schuss Bereitschaftsmunition und 200 Schuss zum Nachladen, ein koaxiales Maschinengewehr im Kaliber [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="218" height="150" src="/wp-content/uploads/2025/08/2962251737082198-218x150.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="So soll der Radschützenpanzer Altug mit dem Turm SARP 100/35 aussehen." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" title="Unbemannter Turm SARP 100/35 für türkischen Radpanzer Altuğ 6"><p>Das türkische Unternehmen Aselsan wird seinen privat entwickelten unbemannten Turm SARP 100/35 für <a href="https://www.bmc.com.tr/en/defense-industry/altug/technical-specifications#tab-panel-altug_8x8_zma" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">den 8&#215;8-Radschützenpanzer Altuğ</a> liefern. Die Firma bestätigte, dass der Turm auf den 29 Fahrzeugen zum Einsatz kommen werde, die ab 2027 zulaufen werden. Er verfügt über eine 35-mm-Kanone mit 100 Schuss Bereitschaftsmunition und 200 Schuss zum Nachladen, ein koaxiales Maschinengewehr im Kaliber 7,62 mm mit 3.750 oder 12,7 mm mit 200 Schuss, und optional eine fernbediente Waffenstation, die ebenfalls ein MG im Kaliber 7,62 oder 12,7 mm und alternativ eine 40-mm-Granatmaschinenwaffe aufnehmen kann.</p>
<p>Der Höhenrichtbereich liegt zwischen -10 und +45 Grad, die Richtgeschwindigkeit in beiden Achsen bei 60 Grad pro Sekunde. Weitere mögliche Ausstattungsmerkmale umfassen eine Ziel- und Panoramaoptik für den Kommandanten, Systeme für Laserwarnung, Scharfschützendetektion und Gefechtsfelderkennung, ein abstandsaktives Schutzsystem und die Möglichkeit zum Start von Mini- beziehungsweise Nanodrohnen. Je nach Konfiguration wiegt der Turm zwischen 3.750 und 4.500 Kilogramm.</p>
<h3><strong>Altuğ-Versionen mit SARP 100/35 und 105-mm-Kanone</strong></h3>
<p>Der Radpanzer Altuğ wird von <a href="https://soldat-und-technik.de/2025/08/mobilitaet/45021/kampfpanzer-altay/">BMC Otomotiv</a> hergestellt. Neben der Version mit 35-mm-Turm bietet das Unternehmen auch eine Version als Mannschaftstransportwagen mit einer Waffenstation für ein 12,7-mm-Maschinengewehr oder eine Granatmaschinenwaffe mit sekundärem 7,62-mm-MG sowie als Jagdpanzer mit 105-mm-Kanone an. Die beiden ersten haben eine Besatzung von drei und eine Absitzstärke von neun Mann. BMC bewirbt den Altuğ dank Vier-Achsen-Steuerung als Plattform mit dem kleinsten Wendekreis seiner Klasse.</p>
<p>Angetrieben von einem Caterpillar C13-Motor mit 711 PS über ein Allison-Getriebe mit sechs Vorwärtsgängen und einem Rückwärtsgang soll das Fahrzeug 110 km/h bei einer Reichweite von über 800 Kilometern erzielen. Es kann Abhänge mit einer Steigung von 60 und einer seitlichen Neigung von 30 Prozent bewältigen. Die Wattiefe wird mit 120, die Überschreitfähigkeit für senkrechte Hindernisse mit 60 und für Gräben mit 220 Zentimetern angegeben.</p>
<p><strong>Stefan Axel Boes</strong></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kampfpanzer Altay: Version mit türkischem Motor angekündigt</title>
		<link>https://soldat-und-technik.de/2025/08/mobilitaet/45021/kampfpanzer-altay/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefan Axel Boes]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Aug 2025 08:30:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mobilität]]></category>
		<category><![CDATA[KPz Altay]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="218" height="150" src="/wp-content/uploads/2025/08/13-218x150.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Kampfpanzer Altay." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" title="Kampfpanzer Altay: Version mit türkischem Motor angekündigt 7">Noch haben die ersten Serienmodelle des lange verzögerten einheimischen Kampfpanzer-Projekts Altay die türkischen Streitkräfte nicht erreicht, da kündigt Hauptauftragnehmer BMC Otomotiv bereits eine neue Version an. Während die als T1 bezeichneten ersten 85 der zunächst 250 geplanten Fahrzeuge mit dem südkoreanischen Zwölfzylinder-Dieselmotor DV27K mit 1.500 PS von Hyundai ausgestattet sein werden, soll der anschließende T2 [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="218" height="150" src="/wp-content/uploads/2025/08/13-218x150.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Kampfpanzer Altay." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" title="Kampfpanzer Altay: Version mit türkischem Motor angekündigt 8"><p>Noch haben die ersten Serienmodelle des lange verzögerten <a href="https://www.bmc.com.tr/yeni-altay/altay.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">einheimischen Kampfpanzer-Projekts Altay</a> die türkischen Streitkräfte nicht erreicht, da kündigt Hauptauftragnehmer BMC Otomotiv bereits eine neue Version an. Während die als T1 bezeichneten ersten 85 der zunächst 250 geplanten Fahrzeuge mit dem südkoreanischen Zwölfzylinder-Dieselmotor DV27K mit 1.500 PS von Hyundai ausgestattet sein werden, soll der anschließende T2 ein von BMC selbst gefertigtes BATU-Triebwerk gleicher Bauart und Leistung erhalten.</p>
<p>Der Altay wird bereits seit 2007 als erstes eigener Kampfpanzer-Design der Türkei mit Hilfe von Hyuandai Rotem entwickelt. Wenig überraschend hat der Typ daher Ähnlichkeiten mit <a href="https://soldat-und-technik.de/2025/07/streitkraefte/44447/k2-black-panther/">Hyundais K2 Black Panther</a>, ist aber größer und schwerer. Zwei Versuchsfahrzeuge wurden 2012 fertiggestellt und 2016 insgesamt vier Prototypen für Truppenversuche an die türkischen Streitkräfte geliefert. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Beginn der Serienproduktion schneller als ursprünglich geplant innerhalb von zwei Jahren erwartet, innerhalb von zehn Jahren sollten vier Lose mit insgesamt 1.000 Stück hergestellt werden.</p>
<h3><strong>Verzögerung durch deutsche Exportbeschränkungen</strong></h3>
<p>2018 wurde in der Tat ein Produktionsauftrag an BMC vergeben, die den türkischen Mitentwickler Otokar als Hauptauftragnehmer ablöste. Eine wesentliche Verzögerung ergab sich allerdings, da der geplante Antriebsstrang mit MTU-Motor und Renk-Getriebe aufgrund von Beschränkungen deutscher Rüstungsexporte in die Türkei nicht zur Verfügung stand. 2021 gab BMC daher bekannt, ersatzweise südkoreanische Motoren und Getriebe zu nutzen, bis eine einheimische Lösung verfügbar sei.</p>
<p>2023 lieferte der Hersteller zwei weitere Exemplare für Truppenversuche ab, die er aufgrund der zahlreichen Änderungen als Yeni (neuen) Altay bezeichnete. 2024 begann schließlich die Serienproduktion mit dem Hyundai-Antriebsstrang, und die ersten T1 sollen der Truppe noch in diesem Jahr zulaufen. Mit der jetzigen Ankündigung ist nun klar, dass der BMC-Motor bereits den Großteil des ersten Produktionsloses ausstatten soll. Über weitere Lose ist derzeit noch nichts bekannt.</p>
<h3><strong>Katar hat ebenfalls Altay bestellt</strong></h3>
<p>Der Altay hat ein Gefechtsgewicht von 65 Tonnen und ist mit einer 120-mm-Glattrohrkanone von 55 Kaliberlängen des Herstellers MKE bewaffnet, die wiederum auf Hyundais CN08 für den K2 beruht. Hinzu kommen ein koaxiales Maschinengewehr im Kaliber 7,62 mm und eine ferngelenkte Waffenstation mit einem weiteren 7,62- oder 12,7-mm-MG. Die zukünftige Version T3 soll einen unbemannten Turm erhalten. Die hydropneumatische Aufhängung stammt ebenfalls von Hyundai.</p>
<p>Während das südkoreanische Getriebe von SNT Dynamics sechs Vorwärts- und drei Rückwärtsgänge hat, verfügt BMCs eigene Lösung für den T2 nur über zwei Rückwärtsgänge. Die Straßenhöchstgeschwindigkeit beträgt 65 km/h, die Reichweite 450 Kilometer. Neben der Türkei hat auch Katar bis zu 100 Stück bestellt. Die ersten 40 sollten 2020/21 geliefert werden, waren aber ebenfalls von den Verzögerungen in der Entwicklung betroffen.</p>
<p><strong>Stefan Axel Boes</strong></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Sungur: Türkische Streitkräfte erhalten MANPADS von Roketsan</title>
		<link>https://soldat-und-technik.de/2022/08/bewaffnung/32241/sungur-manpads-roketsan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Soldat &#38; Technik Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Aug 2022 06:50:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bewaffnung]]></category>
		<category><![CDATA[MANPADS]]></category>
		<category><![CDATA[Roketsan]]></category>
		<category><![CDATA[Sungur]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="218" height="150" src="/wp-content/uploads/2022/08/Sungur_MANPADS_Screenshot_Roketsan-218x150.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Sungur MANPADS Screenshot Roketsan" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" title="Sungur: Türkische Streitkräfte erhalten MANPADS von Roketsan 9">Der türkische Rüstungskonzern Roketsan hat mit der Auslieferung der neuen MANPADS-Version der Flugabwehrrakete des Typs Sungur an die einheimischen Streitkräfte begonnen. Dies gab der Präsident der türkischen Agentur der Verteidigungsindustrie (Savunma Sanayi Başkanlığı) Ismail Demir über soziale Medien bekannt. Mit der Sungur sollen die bis jetzt in Nutzung befindlichen FIM-92 Stinger abgelöst werden. Die Sungur [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="218" height="150" src="/wp-content/uploads/2022/08/Sungur_MANPADS_Screenshot_Roketsan-218x150.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Sungur MANPADS Screenshot Roketsan" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" title="Sungur: Türkische Streitkräfte erhalten MANPADS von Roketsan 10"><p>Der türkische Rüstungskonzern Roketsan hat mit der Auslieferung der neuen MANPADS-Version der Flugabwehrrakete des Typs Sungur an die einheimischen Streitkräfte begonnen. Dies gab der Präsident der türkischen Agentur der Verteidigungsindustrie (Savunma Sanayi Başkanlığı) Ismail Demir über soziale Medien bekannt. Mit der Sungur sollen die bis jetzt in Nutzung befindlichen FIM-92 Stinger abgelöst werden.</p>
<p>Die Sungur ist bereits als SHORAD (Short Range Air Defense) System in ein BMC VURAN 4&#215;4 Fahrzeug integriert worden und im Dienst der türkischen Streitkräfte. Demir betonte bei seiner Stellungnahme die große Reichweite der Sungur und den modernen Suchkopf. Dieser ist als abbildender Infrarot-Suchkopf ausgeführt, was neben einem kleineren Bauraum und geringeren Gewicht einen erhöhten Schutz vor Stör- und Gegenmaßnahmen bietet. Zudem kann der Schütze Ziele mit dem Suchkopf detektieren und auffassen, welche er mit dem bloßen Auge nicht erkennen würde.</p>
<p>Der Gefechtskopf der Sungur besteht Herstellerangaben zufolge aus einer Sprengladung mit hoher Durchdringungsleistung und ist mit einem programmierbaren Zünder versehen. Die effektive Bekämpfungsentfernung des Systems gibt Roketsan mit einem Minimum von 500 m und einer maximalen Reichweite von 8000 m an. Die maximale Bekämpfungshöhe beträgt 4000 m. Mit diesen Parametern ist die Sungur in der Tat in Spitzenfeld der weltweit angebotenen MANPADS anzusiedeln.</p>
<p>Neben der bereits erwähnten Integration in ein geschütztes Radfahrzeug bietet Rocketsan eigenen Angaben zufolge auch an einer maritimen Version an, mit der auch leichte seegehende Einheiten eine effektive SHORAD Komponente erhalten sollen. Zudem soll in Zukunft auch die Akinci UAV (Unmanned Aerial Vehicle) mit dem Lenkflugkörper ausgestattet werden und so in der Lage sein Luftziele unterschiedlicher Kategorie bekämpfen zu können. Von der Multiplattformintegration erhofft sich Roketsan des Weiteren zusätzliche Chancen auf dem Exportmarkt. Dies ist mit der Eigenentwicklung in Form der Sungur möglich. Die vorher im Rahmen des Stinger Air Defense Guided Missile System European Common Production Program ebenfalls von Rocketsan gefertigten FIM-92 Stinger waren ausschließlich auf die Nutzung bei den türkischen Streitkräften beschränkt.</p>
<p><a href="/team" target="_blank" rel="noopener"><strong>Kristóf Nagy </strong></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Karaok: Türkei soll neues Panzerabwehrlenkflugkörpersystem noch in diesem Jahr erhalten</title>
		<link>https://soldat-und-technik.de/2022/04/bewaffnung/31408/panzerabwehrlenkflugkoerpersystem-karaok/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Soldat &#38; Technik Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Apr 2022 13:40:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bewaffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Karaok]]></category>
		<category><![CDATA[Panzerabwehrlenkflugkörpersystem]]></category>
		<category><![CDATA[Roketsan]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="218" height="150" src="/wp-content/uploads/2022/04/Panzerabwehrlenkflugkoerpersystem-Karaok_Foto_Grafik_Roketsan-218x150.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Panzerabwehrlenkflugkoerpersystem Karaok Foto Grafik Roketsan" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" title="Karaok: Türkei soll neues Panzerabwehrlenkflugkörpersystem noch in diesem Jahr erhalten 11">Das türkische Rüstungsunternehmen Roketsan hat angekündigt, dass die Auslieferung des neuen Panzerabwehrlenkflugkörpers Karaok – ein Kunstwort, zusammengesetzt aus den Worten „schwarz“ und „Pfeil“ – noch in diesem Jahr an die heimischen Streitkräfte beginnen soll. Dies ist umso bemerkenswerter, da bis heute von dem Lenkflugkörper nur ein Mock-up gezeigt wurde und das Startgerät nur in Form [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="218" height="150" src="/wp-content/uploads/2022/04/Panzerabwehrlenkflugkoerpersystem-Karaok_Foto_Grafik_Roketsan-218x150.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Panzerabwehrlenkflugkoerpersystem Karaok Foto Grafik Roketsan" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" title="Karaok: Türkei soll neues Panzerabwehrlenkflugkörpersystem noch in diesem Jahr erhalten 12"><p>Das türkische Rüstungsunternehmen Roketsan hat angekündigt, dass die Auslieferung des neuen Panzerabwehrlenkflugkörpers Karaok – ein Kunstwort, zusammengesetzt aus den Worten „schwarz“ und „Pfeil“ – noch in diesem Jahr an die heimischen Streitkräfte beginnen soll. Dies ist umso bemerkenswerter, da bis heute von dem Lenkflugkörper nur ein Mock-up gezeigt wurde und das Startgerät nur in Form von gerenderten Grafiken seitens des Herstellers vorgestellt wurde.</p>
<p>Roketsan Geschäftsführer Murat Ikinci äußerte sich Ende letzter Woche gegenüber der türkischen Fachpresse und bestätigte die Absicht, noch diesem Jahr mit der Auslieferung des Karaok-Systems zu beginnen. Das in Ankara ansässige Unternehmen mit 1.900 Mitarbeitern hat den Panzerabwehrlenkflugköper nach eigenen Angaben vollständig mit eigenen Mitteln entwickelt. Der Karaok erinnert auf den ersten Blick an das ebenfalls von Roketsan entwickelte UMTAS bzw. OMTAS Panzerabwehrlenkflugköper-System, ist aber kleiner und leichter. Die Waffe wiegt inklusive Startgerät und Lenkflugkörper 16 kg. Der Flugkörper mit einem Durchmesser von 125 mm soll Herstellerangaben zufolge eine Reichweite von bis zu 2500 m aufweisen.</p>
<p>Durch einen neugestalten Raketenmotor mit Ausstoßladung kann die Karaok im Gegensatz zu den genannten anderen Modellen aus geschlossenen Räumen verschossen werden. Der Lenkflugkörper erinnert nicht nur in der Ausgestaltung des Startgerätes an die FGM-148 Javelin. Auch die Art der Zielaufnahme und Bekämpfung erinnern an das erfolgreiche System aus den USA. So verfügt die Karaok neben einem direkten Angriffsprofil auch über die Möglichkeit einer Top-Attack-Funktion, um die weniger starke Deckenpanzerung eines Fahrzeuges angreifen zu können. Zudem erlaubt der Infrarotsuchkopf und die integrierte Software, die Waffe im Fire-and-Forget-Modus zu verschießen. Die Wirkleistung im Ziel wird laut Roktsan durch einen Tandemgefechtskopf erreicht. Deutliche Unterschiede gibt es aber wohl in der Reichweite, die neuste Version der Javelin hat, wie man jüngsten Berichten aus der Ukraine entnehmen kann, eine nachgewiesene Reichweite von mehr als vier Kilometer.</p>
<p>Türkischen Presseberichten zufolge ist die Karaok in erster Linie für die Ausstattung von Spezialkräften vorgesehen. Diese sollen mit dem Lenkflugkörper ein leichtes und potentes Wirkmittel zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen und Kampfpanzern erhalten. Des Weiteren soll dem Vernehmen nach der Karaok kompatibel mit dem CENKER Soldatensystem des türkischen Herstellers Aselsan sein und die primäre Panzerabwehrfähigkeit neben einfachen Wirkmitteln für den Nahbereich abbilden.</p>
<p><a href="/team" target="_blank" rel="noopener"><strong>Kristóf Nagy </strong></a></p>
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		<title>Erprobung des Barkan UGV beginnt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Soldat &#38; Technik Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 May 2021 07:34:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Führung & Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Barkan]]></category>
		<category><![CDATA[Havelsan]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[UGV]]></category>
		<category><![CDATA[unbemannte Bodenfahrzeuge]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="218" height="150" src="/wp-content/uploads/2021/05/Erprobung-des-Barkan-UGV-beginnt-218x150.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Erprobung des Barkan UGV beginnt" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" srcset="/wp-content/uploads/2021/05/Erprobung-des-Barkan-UGV-beginnt-218x150.jpg 218w, /wp-content/uploads/2021/05/Erprobung-des-Barkan-UGV-beginnt-100x70.jpg 100w" sizes="(max-width: 218px) 100vw, 218px" title="Erprobung des Barkan UGV beginnt 13">Der türkische Staatskonzern Havelsan plant ab Juli 2021 den Start der Truppenversuche für das unbemannte Bodenfahrzeug (UGV) Barkan. Im Rahmen der unternehmenseigenen Initiative „Digitale Truppe“ soll die Integration in bestehende Führungssysteme und die Interaktion mit bemannten und unbenannten Fahrzeugen, sowohl zu Land als auch in der Luft, erprobt werden. Das 1982 durch die türkische Luftwaffe [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="218" height="150" src="/wp-content/uploads/2021/05/Erprobung-des-Barkan-UGV-beginnt-218x150.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Erprobung des Barkan UGV beginnt" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" srcset="/wp-content/uploads/2021/05/Erprobung-des-Barkan-UGV-beginnt-218x150.jpg 218w, /wp-content/uploads/2021/05/Erprobung-des-Barkan-UGV-beginnt-100x70.jpg 100w" sizes="(max-width: 218px) 100vw, 218px" title="Erprobung des Barkan UGV beginnt 14"><p>Der türkische Staatskonzern Havelsan plant ab Juli 2021 den Start der Truppenversuche für das unbemannte Bodenfahrzeug (UGV) Barkan. Im Rahmen der unternehmenseigenen Initiative „Digitale Truppe“ soll die Integration in bestehende Führungssysteme und die Interaktion mit bemannten und unbenannten Fahrzeugen, sowohl zu Land als auch in der Luft, erprobt werden.</p>
<p>Das 1982 durch die türkische Luftwaffe gegründete und in Ankara ansässige Unternehmen versteht sich als Systemhaus mit Schwerpunkten in der Rüstungs- und IT-Industrie. Als Lieferant aller türkischer Teilstreitkräfte und zahlreicher Exportkunden hat Havelsan seit einiger Zeit auch einen Fokus auf Robotik und das Entwickeln von autonomen bzw. teilautonomen Systemen gelegt. 2019 wurde der Alpan UGV mit einem Gewicht von 350 kg, einer Länge von 150 cm, sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 7 km/h vorgestellt. Dieses Fahrzeug mit bescheiden anmutenden Parametern diente als Versuchsplattform für die Integration von verschiedenen Sensoren und zur Erprobung von künstlicher Intelligenz sowie der Nutzung im Verbund mit anderen UGVs im Schwarm.</p>
<p>Der bereits im März vorgestellte Nachfolger mit dem Namen Barkan scheint technologisch auf dem Vorgängermodell zu basieren, verwendet aber ein anderes Fahrwerk. Indes sind technische Daten kaum bekannt. Die der Öffentlichkeit präsentierte Version mit einer Waffenanlage hat laut Presseberichten ein Gewicht von 500 kg. Im drehbaren Turm ist ein Maschinengewehr im Kaliber 7,62 mm x 51 untergebracht. Der Zielerkennung und Feuerleitung dient eine Tag- sowie eine Nachtsichtkamera und ein Laserentfernungsmesser.</p>
<p>Um eine Orientierung auf dem Gefechtsfeld zu ermöglichen ist zudem die Integration eines dreidimensionalen Laserscanners (LIDAR) sowie eines Bodenradars erfolgt. Die notwendige Sensorik findet sich an einem Mast am Heck des Fahrzeuges. Wenn man das bekannte Gewicht und die Dimensionen bzw. die bekannte Ausstattung zusammenrechnet wird klar, dass der Barkan über keinerlei Panzerschutz verfügt. Die im firmeneigenen Video gezeigte Höchstgeschwindigkeit scheint zudem im gleichen Spektrum wie die des Alpan UGV zu liegen, was im Verbund mit der nicht vorhandenen Panzerung vermutlich zu einer geringen Überlebensfähigkeit des Fahrzeuges auf dem Gefechtsfeld führen würde.</p>
<p>Die große Herausforderung im Betrieb von UGVs auf dem Gefechtsfeld bleibt jedoch die Fähigkeit zur Führung über Distanz und Zeit. Selbst ohne aktive elektronische Störmaßnahmen des Gegners resultieren bereits einfache Geländeerhebungen sowie bebautes Gebiet in einer starken Einschränkung der Reichweite des jeweiligen Fahrzeuges, da die Verbindung zum Führungsmodul all zu leicht abreist. <a href="https://soldat-und-technik.de/2021/04/mobilitaet/26657/russische-streitkraefte-stellen-experimentelle-ugv-einheit-auf/">Probleme mit denen auch das UGV Programm der russischen Streitkräfte bis heute ringt</a>. Bemerkenswert ist daher der vom Havelsan Geschäftsführer Mehmet Akif Nacar in einem Interview im März dargelegte, zweigeteilte Ansatz. Auf der einen Seite setzten die türkischen Fachleute auf eine weitgehende Autonomie der Fahrzeuge im Schwarm und das selbstständige Erreichen von vorgegebenen Missionszielen unter minimaler Einbindung eines menschlichen Bedieners. Auf der anderen Seite soll durch die Vernetzung der Fahrzeuge untereinander die Datenverbindung zu nur einem Mitglied im Schwarm ausreichen, um alle anderen UGVs zu erreichen. Durch die Einbindung von Drohnen über dem Gefechtsfeld wird die Verbindungsfähigkeit um weitere bereits erprobte und effiziente Relais erweitert und so die Kommunikation resistenter, so Nacar.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Eingebetteter Beitrag" src="https://www.linkedin.com/embed/feed/update/urn:li:ugcPost:6802164585542504448?compact=1" width="504" height="284" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Im Lichte dieses Ansatzes erscheinen die schwachen Leistungsmerkmale des Barkan UGV als nachrangig. Schließlich besitzt die türkische Rüstungsindustrie die Fähigkeit deutlich besser geschützte, bewaffnete und auch hochmobile Fahrzeuge zu produzieren. Der Schwerpunkt der für den Sommer angekündigten Truppenversuche wird offenkundig darin liegen die angesprochenen Probleme bezüglich der Führ- und Störbarkeit durch auf Autonomie setzende Konzepte zu lösen und diese im Verbund mit einer Vielzahl von System zu erproben.</p>
<p><a href="/team" target="_blank" rel="noopener"><strong>Kristóf Nagy</strong></a></p>
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