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Die Nutzung von Lasern ist auch bei abgesessen kämpfenden Einheiten nicht mehr wegzudenken. Die Verbreitung hat stark zugenommen und wird sukzessive alle Truppenteile durchdringen. Doch mit der vermehrten Nutzung sind auch Risiken verbunden. Ein Grund, die derzeitige Nutzung bei infanteristisch kämpfenden Verbänden differenziert zu betrachten.

Grundsätzlich werden Laser bei der Infanterie für zwei Aufgaben genutzt: Zum einen wird ein nur mittels Nachtsehmittel sichtbarer IR-Laser zur Beleuchtung sowie als Zielhilfe genutzt und in der Regel auf der Waffe montiert – Kategorie der Lasermodule – und zum anderen werden Laser zur Entfernungsmessung – sogenannte Laserentfernungsmesser – eingesetzt.

Nicht unerwähnt bleiben sollten die sogenannte Blendlaser/Chinalaser oder auch Dazzle-Laser. Solche Dazzle-Laser können beispielsweise als Warnsignal oder als nicht-letales Wirkmittel dienen. Sie können aber potenziell auch gegen die eigene Truppe angewendet werden. Die Polizei hat bereits jetzt damit vor allem bei Demonstrationen zu kämpfen, und es gibt bereits bestätigte Berichte vom Einsatz solcher Geräte in bewaffneten Konflikten.

Lasermodule für Handwaffen

Laserlichtmodule für den infanteristischen Kampf erhöhen den Einsatzwert von Nachtsichtmitteln erheblich und sind Voraussetzung für erfolgreichen Waffeneinsatz im Nahbereich. Moderne Geräte besitzen zumeist drei Laser (roter Ziellaser, IR-Ziellaser, IR-Beleuchter/Aufheller), die meist in einem Block im Gehäuse sitzen und gemeinsam justiert werden können. Damit kann mittels rotem Laser das Gerät am Tag ohne Hilfsmittel justiert werden. So kann der Einzelschütze beim Herstellen der Nachtkampffähigkeit seinen Haltepunkt mit der Tagsichtoptik vergleichen und ggf. den Haltepunkt anpassen. Die Aufgabe des IR-Beleuchters ist es, bei nicht ausreichendem Restlicht das Vorfeld spotartig zu beleuchten. Dafür kann die Fokussierung des Lasers geändert werden. Im Nahbereich werden zum Aufhellen zumeist Streulinsen für den IR-Beleuchter oder zusätzliche IR-LED- Aufheller genutzt, welche das Vorfeld großflächig (bis zu 180 Grad) ausleuchten. Der Einsatz von LEDs ist jedoch mit Vorsicht zu genießen – auf kurze Entfernung ist zumeist ein leicht rotes Licht mit dem bloßen Auge wahrzunehmen und damit eine Aufklärbarkeit nicht ausgeschlossen.

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