Zwei traditionsreiche Handwaffenhersteller wollen fusionieren: So hat die FN Browning Group am gestrigen 28. Mai bekannt gegeben, eine strategische Übernahmevereinbarung mit dem britischen Unternehmen Accuracy International geschlossen zu haben. Diese Transaktion unterliegt noch den üblichen behördlichen Genehmigungen. Die FN Browning Group gehört zu den führenden Handwaffensystemherstellern weltweit.
Mit der Übernahme von Accuracy International – kurz AI – würde das Unternehmen zunächst sein Portfolio um den Produktbereich der Präzisions-Repetierer erweitern – sowohl im militärischen und behördlichen Bereich, als auch im zivilen Marktsegment. AI wurde einst von dem britischen Olympia-Goldmedaillengewinner und Langdistanz-Rekordschützen Malcolm Cooper, seiner Frau Sarah sowie einigen Mitstreitern gegründet.
Auch Bundeswehr ist Kunde von Accuracy International
Das in Portsmouth ansässige Unternehmen ist bis heute ein weltweit führender Hersteller für Präzisions-Repetiergewehre. Auch die Bundeswehr zählt als Nutzer des G22A2 zum Kundenkreis. AI soll als Marke erhalten bleiben und auch weiterhin weitgehend eigenständig entwickeln und produzieren, aber „gleichzeitig von der Größe und der globalen Reichweite der FN Browning Group profitieren“, wie es in der Pressemitteilung heißt.
Die Übernahme zielt weiterhin auf eine verstärkte Präsenz im britischen Markt. So betont FN in seiner Pressemitteilung, dass die Übernahme „die Verteidigungsfähigkeit des Vereinigten Königreichs festigen“ soll. Sowohl FN Herstal als auch AI sind Lieferanten der britischen Streitkräfte. Mit dem Projekt Grayburn wird derzeit ein neues Rüstungsvorhaben im Bereich der Sturmgewehre erwartet.
Redaktion/ww









