StartFührung & KommunikationSFC Energy liefert Brennstoffzellensysteme an die Ukraine

SFC Energy liefert Brennstoffzellensysteme an die Ukraine

Die SFC Energy AG mit Sitz in Brunnthal bei München hat nach eigenen Angaben den größten Auftrag ihrer Unternehmensgeschichte gewonnen und kann dadurch ihre Prognose für 2026 erhöhen. SFC werde einsatzerprobte Brennstoffzellensystemen im Volumen von 42,7 Millionen Euro an die Ukraine liefern. Dabei werde im Auftrag der Ertüchtigungsinitiative der Bundesregierung die Lieferung von „combat-proven“ Hybrid-Energieversorgungssystemen (Brennstoffzellen und Batterien) für militärische und zivile Einsatzszenarien umgesetzt.

Neben der Lieferung der Systeme wird auch der Aufbau lokaler Kooperationen für Training, Service und Support vorgesehen. Die schnell verlegbaren Hybrid-Energielösungen sollen eine resiliente und dezentrale Energieversorgung von Einsatzkräften sowie kritischen elektronischen Systemen, darunter Kommunikations-, Navigations- und Aufklärungstechnik gewährleisten. Je nach Einsatzprofil dienen sie zudem der Batterieladung unbemannter Systeme, beispielsweise Drohnen.

Die Brennstoffzelle Emily 3000 zur Versorgung eines Drohnen-Systems.
Die Brennstoffzelle Emily 3000 zur Versorgung eines Drohnen-Systems. (Foto: SFC)

SFC will Grundlagen für nachhaltige Nutzung schaffen

Aufgrund ihrer geringen thermischen und akustischen Signatur erhöhen sie laut Hersteller die Tarnfähigkeit und damit Sicherheit im Einsatzumfeld erheblich. Die Systeme ermöglichten eine kontinuierliche, wartungsarme und emissionsarme Stromversorgung. Zudem reduzierten die Brennstoffzellensysteme den logistischen Aufwand signifikant. Der geringe Bedarf an Verbrauchsmaterial senke Gewicht und Volumen im Vergleich zu rein batteriegestützten Lösungen deutlich und schaffe zusätzlichen Raum für einsatzkritische Ausrüstung wie Verpflegung, Wasser und Munition, bei gleichzeitig verlängerter Einsatzdauer.

Parallel zur Auslieferung und Inbetriebnahme der Systeme erfolge in Abstimmung mit dem Sonderstab Ukraine des BMVg der Aufbau lokaler Strukturen für Training, Service und Support sowie für regionale Wertschöpfung. Ziel sei es, die nachhaltige Nutzung der Systeme sicherzustellen, bestehende und weitere Teilstreitkräfte zu unterstützen sowie einen Beitrag zum zivilen Wiederaufbau zu leisten und den Bedarf an verlässlicher, dezentraler Energieversorgung über das Jahr 2026 hinaus zu decken.

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Militärische und zivile Anwendung

Dr. Peter Podesser, CEO der SFC Energy AG, sagte dazu: „Wir danken der Ukraine für das Vertrauen und sind stolz, im Rahmen der Ertüchtigungsinitiative der Bundesregierung einen sinnvollen und wichtigen Beitrag leisten zu können. Nach dem erfolgreichen Einsatz unserer Lösungen unter realen Bedingungen unterstützen wir die Einsatzkräfte mit einsatzerprobten, hochmobilen Systemen. Diese vereinen hohe Autarkie, lange Laufzeiten und eine extrem geringe Signatur. Das verschafft klare taktische Vorteile und erhöht zugleich die Sicherheit der Einsatzkräfte.“

Geliefert würden einsatzerprobte Lösungen, sowohl für den militärischen Nutzer als auch für zivile Anwendungen. Grund sind die anhaltenden russischen Angriffe auf die zivile Infrastruktur und vor allem die Energieversorgung. So werden unter anderem die SFC Emily sowie Jenny 600 und 1200 geliefert, die auch in der Bundeswehr und weiteren NATO-Staaten in Nutzung sind. Weitere Systeme sind die EFOY Pro, EFOY Pro Cube, EFOY H2Rack sowie EFOY H2Genset.

Redaktion/AF