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Der schwedische Rüstungskonzern Saab hat mit dem litauischen Verteidigungsministerium einen Rahmenvertrag über die Lieferung von schultergestützten Mehrzweckwaffen des Typs Carl Gustaf M4 geschlossen. Dies gab das Unternehmen diese Woche bekannt. Die Vereinbarung umfasst auch die dazugehörige Munition. Eine Rahmenvereinbarung der gleichen Natur hat bereits Schweden, Estland und Lettland mit Saab geschlossen.

Die aktuelle M4 Version der seit Jahrzehnten im Einsatz befindlichen Carl Gustaf Reihe wird seit 2014 von Saab gefertigt. Mit 6,7 kg ist die Waffe nicht nur deutlich leichter als die Vorgängerversion, sondern auch in der Lage unterschiedliche Optiken bzw. Feuerleitlösungen wie beispielsweise das FCS13-RE von Aimpoint aufzunehmen.

Neben der Nutzung moderner Werkstoffe wie einem Titan ummantelten Werferrohr aus Kohlefaser wurde auch die Ergonomie verbessert. Seitens Saab äußerte sich der zuständige Abteilungsleiter Görgen Johansson begeistert von der aktuellen Entwicklung. Neben dem Heimatmarkt sei es für das Unternehmen überaus wichtig nun das gesamte Baltikum zu seinem Kundenkreis zählen zu können, so Johansson.

Laut Hersteller wurde aus dem jüngst geschlossenen Vertrag bereits Munition im Wert von 14,6 Millionen Euro abgerufen. Litauen ist damit die 14. Nutzernation für die M4 Version der Carl Gustaf. Das Wirkmittel ist indes für die Streitkräfte der baltischen Nation nicht vollkommen neu. Die Version M2 und M3 zählen bereits seit den 1990er Jahren zur Ausstattung des litauischen Heeres.

Kristóf Nagy