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In der Auseinandersetzung mit einem ebenbürtigen oder nahezu ebenbürtigen Gegner besteht  immer eine unmittelbare Gefahr von feindlichem indirektem Feuer als Reaktion auf eigenen Mörser- oder Artillerieeinsatz. Radare und Drohnen in allen Varianten dienen dabei als effektive Hilfsmittel bei der Bereitstellung von Zielinformationen um solche Bekämpfungszyklen einzuleiten.

Um der Bedrohung durch gegnerisches indirektes Feuer zu begegnen, muss das dänische Heer die Einsatzdoktrin für den Einsatz seiner schweren Mörser-Systeme wie folgt ändern:

  • Schutz der Soldaten auch während des Feuerkampfes;
  • Schutz der Truppe (wenn nicht geschossen wird) gegen Aufklärung mittels feindlicher Drohnen und anderer Aufklärungsmittel auf jede erdenkliche Weise,
  • kürzestmögliche Exponierung des Systems während des Feuerkampfes,
  • größtmögliche Auflockerung der Feuereinheit während des Feuerkampfes, um sie als Ziele weniger attraktiv machen,
  • Verlassen der Feuerstellung unmittelbar nach dem letzten Schuss.

Das sind keine neuen Weisheiten, aber sie sind seit 2014 aktueller denn je, nachdem eine Reihe von Fallstudien aus der Ukraine zeigte, was passieren kann, wenn man seine Mörser oder Artilleriesysteme über einen längeren Zeitraum statisch einsetzt.

Um diese „neuen“ Anforderungen zu erfüllen, wird die dänische Armee in den nächsten Jahren eine Vielzahl an neuem Material einführen. Eines davon ist CARDOM 10, das neue 120-mm-Mörsersystem der dänischen Streitkräfte.

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