Print Friendly, PDF & Email

Der israelische Anbieter Camero-Tech hat mit dem Xaver Long Range System LR80 (XLR80) jüngst ein neues System vorgestellt, mit dem Einsatzkräfte Personen innerhalb von Gebäuden aus der Distanz heraus aufklären können. Bei Xaver handelt es sich um ein tragbares, hochleistungsfähiges ISR-Bildgebungssystem (Intelligence, Surveillance and Reconnaissance), mit dem man den Angaben des Unternehmens zufolge „durch die Wand sehen“ kann. Die Aufklärungsreichweite des Systems soll 100 Meter betragen.

Mit „through-wall imaging“ Systemen können Spezialkräfte beispielsweise im Vorfeld einer Operation feststellen, wie viele Personen sich an welcher Stelle im Raum bzw. Gebäude befinden. Von entscheidender Bedeutung sind solche Informationen bei Operationen zur Geiselbefreiung. In solchen Szenarien ist es besonders von Vorteil zu wissen, wie sich die Lage im nächsten Raum darstellt, bevor ein Trupp durch die Tür stürmt.

Als Technologie kommt beim XLR80 ein gepulstes Ultra-Wideband (UWB) Micro-Power-Radar zum Einsatz. Camero-Tech ist seit Jahren in diesem Bereich aktiv und sieht sich als ein führendes Unternehmen und Pionier in der Entwicklung, Produktion und Vermarktung von gepulsten UWB-Micro-Power-Radar Systemen.

Funktionsweise XLR80

Der XLR80 dringt von einem entfernten Standort aus durch Wände hindurch und erzeugt ein Situationsbild in Echtzeit davon, ob sich hinter der Wand Personen befinden, und wenn ja, wie viele, deren genaue Entfernung und deren Bewegungsrichtung. Das hochempfindliche System ist laut Hersteller auch für die Erkennung von ungesehenen Mikrobewegungen von statischen, lebenden Objekten geeignet.

Die Bedienung des XLR80 erfolgt über ein Tablet mit einer einfachen Benutzeroberfläche. Das System verfügt über eine integrierte Datenaufzeichnung und -wiedergabe für die Analyse nach der Mission, für Schulungen sowie Nachbesprechungen. Ein spezielles Visier wird verwendet, um den schmalen Strahl des Systems präzise auf das Ziel zu richten. Das System kann von einem einzigen Benutzer bedient werden und ist per Knopfdruck umgehend einsatzbereit.

André Forkert