Print Friendly, PDF & Email

Die 3M Personal Safety Division stellte gestern das drahtlose 3M PELTOR Tactical Modular Audio System (TMAS) vor. Es wurde Unternehmensangaben zufolge speziell für Polizei- und Militäranwendungen entwickelt. TMAS soll neben dem Gehörschutz vor allem die Situationswahrnehmung und Kommunikation in dynamisch akustischen Umgebungen verbessern.

Die Gehörschutzfunktion des Systems wird mittels Nutzung der neusten Generation des 3M PELTOR ComTac VII Headsets oder des 3M PELTOR Tactical Earplug TEP-300 erreicht.

Laut Hersteller ist TMAS das erste kommerziell erhältliche Kommunikations-Headset-System für taktische Einsätze, dass mittels der neuen Systemsteuerungseinheit SCU-300 eine kabellose Kommunikation zwischen dem Headset und der an der Brust befindlichen Push-to-Talk (PTT) Einheit ermöglicht.

Die SCU-300-Einheit (Gewicht 51 g) kann mehrere Funkgeräte mit mehreren Kanälen verwalten, der Nutzer sein Audiomanagement anpassen, um die Überwachung und Übertragung der verschiedenen Funkkanäle zu optimieren. Die PTT besitzt drei Eingänge zum Anschluss von Funkgeräten oder Intercom-Systemen. Drei unterschiedliche Soundprofile können zudem voreingestellt werden:

  • Mix (Soundübertragung auf beide Ohren),
  • Surround (der Ton wird so wahrgenommen, als käme er aus verschiedenen Richtungen, je nachdem, von welchem Kanal der Ton übertragen wird) sowie
  • Single (der Ton kommt nur auf eine vorbestimmte Seite).
Laut Hersteller ist TMAS das erste kommerziell erhältliche Kommunikations-Headset-System für taktische Einsätze, dass mittels der neuen Systemsteuerungseinheit SCU-300 eine kabellose Kommunikation zwischen dem Headset und der an der Brust befindlichen Push-to-Talk (PTT) Einheit ermöglicht. (Foto: 3M PELTOR)

Hinzu kommen fünf Einsatzprofile (Mission Audio Profiles; MAP):

  • Silent,
  • Observation,
  • Patrol,
  • Conversation oder
  • Comfort.

Darüber hinaus ist das System mit einer neuen Fernbedienungs-PTT ausgestattet, die an der Waffenschiene montiert werden kann. So kann der Nutzer mit der Hand an der Waffe senden und die Lautstärke einzustellen.

Zudem wurde die Form der Schalen angepasst und das Kopfband optimiert. Letzteres ermöglicht einen erhöhten Tragekomfort unter dem Helm sowie einen einfacheren und schnelleren Wechsel zwischen Kopfband- und einer Helm-Rail-Trageweise. Das Mikrofon wurde weiter gehärtet und erlaubt jetzt für 30 Minuten eine Tauchtiefe von bis zu 6 Metern.

„Wir sind sehr stolz auf diesen technologischen Durchbruch in der drahtlosen Kommunikation. Jahrelang haben unsere Kunden den Wunsch geäußert, die Kabel vom Headset zu entfernen, was eine unglaubliche Herausforderung darstellte. Nach jahrelanger Entwicklung und Zusammenarbeit mit unseren Kunden haben wir ein sicheres, zuverlässiges und robustes drahtloses System entwickelt, das durch eine kabellose Verbindung zwischen unserer neuen Systemsteuerungseinheit und dem ComTac VII oder TEP-300 eine drahtlose Freiheit ermöglicht. Dies trägt dazu bei, das gesamte Kabelmanagement für den Benutzer zu verbessern“, so Niklas Emilsson, technischer Projektleiter.

Auch wenn die neue Drahtlosigkeit mehr Freiheit bedeuten, bietet das System, sollten Einsätze dies verlangen, die Option für eine Verkabelung an. Für einen doppelten Schutz können die Tactical Earplugs TEP-300 und das Headset zusammen getragen werden. Ein weiteres Ausstattungsmerkmal des Systems ist Natural Interaction Behavior (NIB). Mit NIB können Nutzer auch ohne Funk direkt miteinander kommunizieren, die Übertragungsreichweite beträgt maximal 10 Meter.

André Forkert