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Es gibt viele Szenarien, in denen Soldatinnen und Soldaten für die Erfüllung ihres Auftrages mit einer unzureichenden Lichtversorgung zu kämpfen haben. Bisher zur Verfügung stehende Hilfsmittel können häufig nicht die notwendige Leuchtkraft erreichen. So strahlen Taschen- oder Stirnlampen nur punktuell im Ausmaß ihres Lichtkegels. Hier setzt das Innovationsvorhaben faLKE des Cyber Innovation Hub der Bundeswehr (CIHBw) an: Lichtteppiche mit LED-Lampen sollen eine von Stromnetzen unabhängige Lichtversorgung ermöglichen – flexibel, leicht und robust.

Nachts in einer Krisensituation auf dem Gelände eines fremden Hafens: Verwundete werden von dem Special Operations Medical Support Team (SOMST) versorgt. Plötzlich gibt es einen Stromausfall, und es wird dunkel. Die medizinischen Spezialkräfte greifen zu ihren Helmlampen. Keine optimale Situation für die Verwundetenversorgung, denn Blutungen machen keine Geräusche. Gesehen wird nur, was auch beleuchtet wird. Die Gefahr besteht, dass lebensbedrohliche Verletzungen sprichwörtlich im Dunkeln bleiben.

Das ist nur ein mögliches Szenario von vielen, in dem das Kommando Spezialkräfte der Marine (KSM) mit unzureichender Lichtversorgung konfrontiert ist. Das KSM operiert weltweit, abgeschnitten von den eigenen Kräften und verfügt mit dem SOMST über eigene Sanitätskräfte zur adäquaten medizinischen Versorgung Verwundeter oder Erkrankter bei Einsätzen der maritimen Spezialkräfte, wie auf Schiffen oder in den Hafenanlagen von Krisengebieten. Dabei ist häufig eine Anbindung an die vorhandene Stromversorgung nicht oder nicht mehr gegeben. Gleichzeitig tickt bei sanitätsdienstlichen Einsätzen oft die Uhr: Eine verzugslose Verwundetenversorgung unter taktischen Bedingungen kann Menschenleben retten. Eine wesentliche Voraussetzung dafür sind ausreichende Lichtverhältnisse, auch unter improvisierten Bedingungen. Dabei variieren die Anforderungen an die Beleuchtung stark mit dem jeweiligen Szenario.

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