StartBewaffnungErstes Los mit 24 K9-Panzerhaubitzen an Polen übergeben

Erstes Los mit 24 K9-Panzerhaubitzen an Polen übergeben

Gerhard Heiming

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Weniger als zwei Monate nach Vertragsabschluss hat Hanwha auf seinem Werksgelände in Changwon, etwa 300 Kilometer südöstlich von Seoul, nach eigenen Angaben in einer feierlichen Zeremonie die ersten 24 K9-Panzerhaubitzen an Polen übergeben. Noch für dieses Jahr sei die Auslieferung eines zweiten Loses mit weiteren 24 Haubitzen vorgesehen.

Beim Vertragsabschluss hatten die Vertragsparteien angegeben, dass zunächst Haubitzen in der Version K9A1 ausgeliefert würden. Die Version K9PL werde entwickelt und später in die Produktion gehen. Am Ende sei vorgesehen, alle Haubitzen auf den Standard K9PL nachzurüsten. Unbestätigten Berichten zufolge sollen die Haubitzen aus der laufenden Produktion stammen, die ursprünglich für das koreanische Heer bestimmt war.

Dem ersten Los sollen nach Angaben von Hanwha bis 2026 weitere hunderte von Panzerhaubitzen aus der Produktion in Korea folgen, verbunden mit der Lieferung von Artilleriemunition. Ausbildung von Besatzungen und Instandsetzungspersonal und Unterstützung in der Logistik sind ebenfalls vereinbart. Ab 2026 sollen weitere hundert Haubitzen K9PL mit polnischer Beteiligung an der Produktion folgen. In früheren Informationen wurde die Gesamtzahl der bestellten Panzerhaubitzen mit 650 angegeben.

Hanwha nutzte die Gelegenheit, dem versammelten polnischen Führungspersonal weitere Produkte aus dem Unternehmen vorzuführen. Die Parade vor den weiteren aufgefahrenen 23 Panzerhaubitzen führte natürlich eine K9 an. Ihr folgten das K10 Ammunition Resupply Vehicle, das K77 Fire Direction Center Vehicle, das K21 Infantry Fighting Vehicle, das Korean Amphibious Assault Vehicle und das Arion-SMET Unmanned Ground Vehicle. Zusätzlich zu diesen Bodenfahrzeugen hatte Hanwha Lenkflugkörper und Triebwerke für die Luft- und Raumfahrt ausgestellt.

Nach der Beschreibung von Hanwha ist die Panzerhaubitze K9 Thunder mit über 1.700 Einheiten, die bereits in neun Ländern im Einsatz sind, die beliebteste Panzerhaubitze der Welt. Die Panzerhaubitze sei mit ihrer Kanone im Kaliber 155 mm/52 in der Lage, bei einer Reichweite von über 40 Kilometern mit hohen Feuerraten und -mengen eine konsistente, präzise und schnelle Wirkung zu erzielen. Die K9 sei insbesondere für die „Shoot-and-Scoot“-Fähigkeit optimiert, d.h. sie kann mehrere Geschosse abfeuern und sich sofort an einen anderen Ort bewegen, um potenzielles Gegenfeuer zu vermeiden.

Hanwha hat die Panzerhaubitze K9 nach einem Demonstrationsschießen auf dem Yuma Proving Ground bei der AUSA ausgestellt und dort die Planung für die Weiterentwicklung der K9 vorgestellt.

Gerhard Heiming