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Es gibt viele Gründe für den Einsatz von Drohnen im militärischen Bereich. In Zukunft wird es wohl immer mehr Drohnen geben. Sie können Soldaten entlasten, schützen oder sogar ersetzen, wenn zu wenig Personal rekrutiert werden kann. Aus deutscher Sicht sollen Drohnen in Zukunft sehr vieles können, aber sie dürfen nicht die menschliche Entscheidung selbstständig ersetzen.

Das heißt, dass auch in Zukunft immer ein „man in the loop“ bleiben wird. Um zu sehen, wohin die Reise gehen kann, lohnt sich ein Blick über den Tellerrand, zum Beispiel in die USA.

Das amerikanische Heer hat gerade eine große Anzahl der FLIR Black Hornet PRS (Personal Reconnaissance System) bestellt. Bisher war diese nur bei Spezialkräften und spezialisierten Kräften im Einsatz. Auch in Deutschland wird die Black Hornet schon genutzt – zum einen beim Kommando Spezialkräfte (KSK) und zum anderen bei der GSG9 der Bundespolizei. Auch die 11. Luchtmobile Brigade der niederländischen Streitkräfte, die der deutschen Division Schnelle Kräfte (DSK) unterstellt ist, verfügt über dieses System. Diese Nano-Drohne ist gerade einmal 168 mm lang, hat einen Rotordurchmesser von 123 mm und wiegt weniger als 33 Gramm. Sie wird direkt durch den abgesessenen Infanteristen eingesetzt, der an seiner persönlichen Ausstattung die Ladeschale für zwei Drohnen sowie das Bedienpad trägt. Sie fliegt bis zu 25 Minuten und trägt drei Kameras: zwei EO-Kameras für den Tageinsatz sowie eine Wärmebildkamera, die im „fused“ Modus mit einer Tagkamera und zuschaltbarem LED-Licht genutzt werden kann. Damit hat der Truppführer erstmalig Zugriff auf eine eigene Luftaufklärung im Nächstbereich.

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