COBRA, übernehmen sie: Schweiz ordert 120-mm-Mörsersysteme

André Forkert

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Die Schweizer Streitkräfte erhalten neue 120-mm-Mörsersysteme des heimischen Rüstungskonzerns RUAG, ein entsprechender Beschaffungsvertrag für die Serienfertigung wurde jüngst nach Abschluss der Nachweisführung zur Erfüllung der militärischen Anforderungen zwischen den beteiligten Unternehmen – GDELS-Mowag als Generalunternehmer und RUAG als Unterauftragnehmer – und der Schweizer Rüstungsagentur armasuisse unterzeichnet. Dies hat das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) heute mitgeteilt.

Neben den 32 Waffensystemen werden nach Angaben des Ministeriums zwölf Lastwagen, Munition, Logistikmaterial und die Anpassung von 16 vorhandenen Führungsfahrzeugen mit beschafft. Dafür hat das eidgenössische Parlament 2016 Haushaltsmittel in Höhe von bis 404 Millionen Schweizer Franken genehmigt, was heute umgerechnet rund 367 Millionen Euro entspricht.

„Nach anfänglichen Problemen beim Mörsergeschütz konnte das Projekt nicht wie ursprünglich geplant abgewickelt werden. Die Verzögerung von 34 Monaten führte dazu, dass die Projektplanung im Jahr 2018 neu aufgesetzt werden musste. Seither ist das Projekt auf Kurs“, heißt es in der heutigen Meldung VBS.

Beginnend 2024 sollen insgesamt 32 Systeme des „Mörser 16“ der Truppe zulaufen. Der Name Mörser 16 bezieht sich auf die Jahreszahl in dem das Beschaffungsprojekt durch das Schweizer Parlament, in diesem Fall 2016, gebilligt wurde. Das Gesamtsystem besteht aus dem 8×8 Trägerfahrzeug Piranha IV von GDELS-Mowag und dem darin integrierten, elektrisch gerichteten 120-mm-Mörser COBRA von RUAG.

Gemäß VBS wurden im Frühjahr 2020 „die Truppenversuche mit dem Prototyp des 12 cm Mörser 16 und damit die Nachweisführung zur Erfüllung der militärischen Anforderungen abgeschlossen. Das System erfüllt die militärischen Anforderungen und ist in seiner heutigen Form einsatzfähig. Die gewonnenen Erkenntnisse aus den Truppenversuchen und weiteren von armasuisse und der Industrie durchgeführten technischen Tests fließen in die Serienfertigung ein.“

Mit der Unterzeichnung des Serienvertrages beginnt nun die Serienfertigung.

André Forkert