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Nach längerer Vorbereitungsphase sind heute erstmals Fallschirmjäger mit automatischer Auslösung aus einer deutschen A400M gesprungen. Dem Vernehmen nach war es Brigadegeneral Jens Arlt, Kommandeur der Luftlandebrigade 1, der als erster die A400M verlassen hat, wie Soldat & Technik aus gut informierten Kreisen erfahren hat. Dies wurde im Laufe des Nachmittages auf dem Twitter-Kanal des BAAINBw bestätigt.

An den Qualifizierungsmaßnahmen in Manching nehmen neben den Fallschirmjägern des Heeres auch Kräfte des Lufttransportgeschwaders 62 der Luftwaffe und Personal der Wehrtechnischen Dienststelle 61 teil.

Ursprünglich für den letzten Freitag geplant, musste der Sprungdienst auf heute verschoben werden, da letzte Woche aufgrund technischer Schwierigkeiten mit der A400M nicht alle Testabwürfe mit Dummys abgeschlossen werden konnten. Diese wurden diese Woche nachgeholt, so dass auch Einzelsprünge mit Fallschirmjägern der Luftlandebrigade 1 beginnen konnten.

Die im Vorfeld durchzuführende Bodenausbildung wurde bereits Mitte Februar unter Zuhilfenahme eines A400M-Laderaum-Simulators in Wunstorf durchgeführt. Eine Musterzulassung des „Fallschirmsystems T-10 mit modifizierter, d. h. verlängerter Aufziehleine für die Nutzung im A400M“, wurde bereits 2020 erfolgreich abgeschlossen.

Der weitere Ablaufplan sieht offenbar vor, die Anzahl der Springer in mehreren Etappen und Sprungdiensten sukzessive zu erhöhen, bis eine volle Maschine Fallschirmjäger in einem Anflug aus beiden Seitentüren gleichzeitig abgesetzt werden kann. Der simultane Sprung aus beiden Türen gleichzeitig ist für den Sommer dieses Jahres geplant. Nach Abschluss aller Qualifizierungsmaßnahmen beabsichtigt das deutsche Heer, insgesamt 106 Soldaten pro A400M absetzen zu können.

Waldemar Geiger