Nach der Präsentation auf der Eurosatory 2026 stellt die Schweizer Global Clearance Solutions (GCS) ihre modulare Minefield-Breaching-Lösung vor. Diese kombiniert einen neu entwickelten Modular Mine Plough mit einem integrierten Lane-Marking-System. Das für militärische Combat-Engineering-Operationen entwickelte System unterstützt laut GCS-Pressemitteilung vom gestrigen Freitag das Schaffen und Markieren von gekennzeichneten Durchgängen durch vermintes Gelände. Dadurch ermögliche es die kontrollierte Bewegung von Fahrzeugen und Kräften in Hochrisikoumgebungen.
Minefield Breaching sei eine Kernanforderung für die operative Mobilität, so der Hersteller. Es erfordere das zuverlässige Zusammenspiel mehrerer Schritte: mechanische Räumung, Definition des Durchgangs und kontinuierliches Vorrücken unter Schutz. GCS begegne dieser Anforderung, indem Räum- und Markierungsfunktionen in einem koordinierten Setup zusammengeführt würden. Der Modular Mine Plough sei ein frontmontiertes Anbaugerät für geschützte Ketten- und Radfahrzeuge. Er sei darauf ausgelegt, Minen und explosive Gefahren zu verdrängen und eine geräumte Spur mit einer Breite von drei bis viereinhalb Meter zu schaffen, entsprechend der Breite des Fahrzeugs.

Integriertes Lane-Marking-System
Das System könne aus dem Fahrzeuginneren bedient werden und ermögliche die Anpassung der Räumtiefe von fünf bis 300 Millimeter während der Fahrt. Dadurch könne es an unterschiedliche Boden- und Gefahrenbedingungen angepasst werden, während das Fahrzeug seine Vorwärtsbewegung beibehält. Ein integriertes Lane-Marking-System kennzeichne die geräumte Spur fortlaufend während des Breaching-Prozesses. Das stangenbasierte System bringe die Marker während der Fahrt aus und unterstütze eine ein- oder zweiseitige Spurmarkierung.
Fluoreszierende Elemente und optionale Beleuchtung verbessern die Sichtbarkeit der Spur bei eingeschränkten Sichtverhältnissen. Dies hilft nachfolgenden Kräften, die Orientierung beizubehalten und ihre Exposition zu reduzieren. Zusammen strukturierten beide Komponenten den Breaching-Prozess als kontrollierten und wiederholbaren Ablauf statt als Abfolge getrennter Einzelschritte. Dies unterstütze eine konsistentere Durchführung und reduziere die Notwendigkeit, Personal außerhalb geschützter Plattformen einzusetzen.
Teil breiterer Aktivitäten von GCS
„Minefield Breaching endet nicht, sobald ein Durchgang geschaffen ist. Die Spur muss unmittelbar markiert werden, ohne die Besatzung zu exponieren. Der Modular Mine Plough und das Lane Marking System wurden auf diese operative Anforderung hin entwickelt: den Durchgang öffnen, ihn während der Fahrt markieren und sicherstellen, dass die Besatzung im geschützten Fahrzeug bleiben kann“, sagte Philipp von Michaelis, CEO und Mitgründer von GCS. Das System sei Teil der breiteren Aktivitäten von GCS in den Bereichen Mobilität und Minderung explosiver Gefahren in humanitären, kommerziellen und militärischen Kontexten.
Im Verteidigungsbereich unterstützte es Combat Engineering und Minefield Breaching mit dem Ziel, die Bewegungsfähigkeit unter Bedrohung aufrechtzuerhalten. Bei der Entwicklung von Attachments wie dem Modular Mine Plough lege GCS Wert auf modulare Lösungen, die sich an unterschiedliche Plattformen und Einsatzszenarien anpassen ließen und für anspruchsvolle Einsatzbedingungen konzipiert seien. Auf der Eurosatory 2026 wurde das System im gemeinsamen Szenario Engineering Safe Passage zusammen mit ARX Robotics, SYMLAB und ENS Dynamics präsentiert.
Redaktion/sab











