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Wie so häufig bei bestimmten Themen wie etwa Bekleidung und persönliche Ausrüstung stößt die Berichterstattung auf ein hohes Interesse. Im Nachklapp dessen wird dann teilweise zu emotional und bisweilen auch ohne Kenntnis der gesamten Sachlage unberechtigte Kritik geübt.

Insbesondere ist dies in der aktuellen „Debatte“ rund um die eingeleitete Beschaffung der modularen Zeltsysteme wahrnehmbar. Diese neuen Systeme sollen zusätzlich zu der persönlichen Ausstattung für die mobile Unterbringung der Truppe im Einsatz zur Verfügung stehen.

Zur Versachlichung der Diskussion daher nochmals folgende Hinweise:

  1. Das neue System kommt zusätzlich,
  2. die Zeltbahn bleibt der Truppe erhalten, wird aber in näherer Zukunft modernisiert,
  3. der militärische Führer vor Ort entscheidet lage- und bedrohungsangepasst, ob die Truppe im Biwaksack, unter einer Zeltplane, in der so genannten Dackelgarage, im neuem Zeltsystem oder noch „komfortabler“ (beispielsweise Typ-2-Zelt) untergebracht wird.

Somit wird die Truppe in Zukunft eine größere Auswahl an Möglichkeiten haben, sich so unterzubringen, dass eine möglichst hohe Kampfkrafterhaltung gewährleistet wird. So kann bei längeren Aufenthalten, wie es beispielsweise im Verfügungsraum üblich ist, das neue Zeltsystem vom Trupp- oder Gruppenfahrzeug geholt und aufgebaut werden. Befindet man sich hingegen in Operationen, in denen man ständig in Bewegung ist und nie länger als ein paar Stunden an Ort und Stelle verbleibt, nutzt man weiterhin die Zeltbahn oder legt sich einfach nur im Biwak-/Schlafsack unter den freien Himmel.

Waldemar Geiger