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Die Auslieferung von 1.500 Lasermodulen LM-LowProfile an das portugiesische Heer hat begonnen. Die Ziel- und Markierhilfen sollen in drei Losen bis Ende August 2021 ausgeliefert sein. Nach einem Wettbewerb hatte Rheinmetall den Auftrag im niedrigen einstelligen Millionen Euro-Bereich Ende letzten Jahres gewonnen und wickelt ihn mit dem nationalen Vertriebspartner NT Group Portugal ab.

Das 160 Gramm leichte Lasermodul dient zur Zielmarkierung mit einem Infrarot-Laser und als Zielbeleuchter mit fokussierbarem Laserstrahl. Bei 85 mm Länge und 25 mm Höhe kann es über Standardschnittstellen nach STANAG 4694 an jedem gängigen Sturmgewehr befestigt werden, ohne die Visierlinie zu beeinträchtigen.

Das LM-LowProfile wird von einer CR123-Batterie gespeist. Die integrierten Laser lassen sich mittels Blockjustierung parallel einstellen. Wahlweise kann das Lasermodul via Triggerkabel fernbedient werden oder mittels eines einzigen Druckknopfes direkt am Gerät. Wasser kann dem Lasermodul nicht viel anhaben. Nach bis zu zwei Stunden in 30 Metern Wassertiefe ist das Gerät weiterhin betriebsfähig.

Der jetzt laufende Auftrag ist bereits der dritte vom portugiesischen Heer. Zuvor hatte Portugal u.a. Waffenlampen erhalten, die mit dem Lasermodul kombiniert werden können. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass die Rheinmetall-Geräte ITAR-frei sind, also nicht den strengen US-Exportbestimmungen unterliegen.

Gerhard Heiming