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Die polnischen Streitkräfte beendeten letzte Woche den Lehrgang Ausbildung der Ausbilder für den Panzerabwehrlenkflugkörper FGM-148F Javelin mit einem scharfen Schuss. Insgesamt 60 Soldaten der Spezialkräfte, Truppen der Territorialverteidigung und der Armeeunterstützungsinspektion nahmen an dem Lehrgang auf dem Truppenübungsplatz Toruń Kijewo teil.

Der am 17. Juni mit einem scharfen Schuss abgeschlossene Lehrgang bildet einen weiteren Meilenstein in der Einführung des Lenkflugkörpers in die polnischen Streitkräfte. Das F-Model der Javelin stellt die modernste Version der weit verbreiteten Panzerabwehrhandwaffe dar und durchlief vor knapp einem Jahr die finalen Qualifikationen für die Einführungsreife. Als erster Exportkunde beschaffte Polen die deutlich reichweitengesteigerte Waffe, welche nun gegnerische Panzer bis zu einer Entfernung von 4.000 m erfolgreich bekämpfen kann.

Um die Aufklärungsreichweite und auch die Präzision zu erhöhen, wurde zudem die Optik modernisiert. Der Auftrag im Wert von 100 Mio. US-Dollar umfasste neben 180 Lenkflugkörpern auch 60 Lenk- und Abschusseinheiten (Command Launch Unit, CLU) sowie ein Wartungs- und Trainingspaket. Die polnischen Streitkräfte planen die neu erworbene Fähigkeit als Erweiterung der Panzerabwehrmittel innerhalb der leichten Infanterieverbände der Truppen der Territorialverteidigung, sowie der Spezialkräfte einzusetzen und die FGM-148F Javelin schwerpunktmäßig in Ostpolen zu stationieren.

Neben den Ausbildern für das Waffensystem wurden auch Waffentechniker in der Wartung und Instandsetzung der Systeme unterwiesen. Das Ausbildungszentrum für Territoriale Streitkräfte auf dem Übungsplatz Toruń Kijewo wird auch weiterhin für die Qualifizierung der Ausbilder auf der FGM-148F Javelin zuständig bleiben. In den Einheiten wird die Umschulung auf das Waffensystem im Anschluss schwerpunktmäßig mit den ebenfalls beschafften Simulationssystemen erfolgen.

Kristóf Nagy