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Die Thüringer Waffenschmiede C.G. Haenel sieht sich gut aufgestellt und rechnet sich gegenwärtig gute Chancen aus, mit dem MK556 das zukünftige Sturmgewehr der Bundeswehr liefern zu dürfen. Das Unternehmen bemüht sich weiterhin um den prestigeträchtigen Auftrag, der Haenel kurz nach dem Zuschlag im vergangenen September wieder entzogen wurde. Dazu laufen gegenwärtig drei Prozesse vor deutschen Gerichten. Gleichzeitig wehrt sich das Unternehmen gegen aus seiner Sicht noch immer kursierende Falschbehauptungen rund um die Eignerstruktur und Leistungsfähigkeit des Waffenbauers.

„Wir können nur gewinnen“, fasst Olaf Sauer, der die Geschicke des Suhler Unternehmens seit 2003 lenkt, den aktuellen Stand der Geschehnisse während eines Werkbesuchs zusammen. Die Frage, ob das Unternehmen überhaupt noch damit rechnet, dass die Bundeswehr den Auftrag an Haenel vergeben wird, selbst wenn das Oberlandesgericht im nächsten Frühjahr zu Gunsten des Thüringer Unternehmens entscheiden sollte, beantwortet Sauer wie folgt: „Für Haenel ist es wichtig aufzuzeigen, dass wir keine Fehler gemacht haben, alles andere können wir nicht beeinflussen.“

Das Unternehmen kämpft nicht nur um den lukrativen Auftrag, bis zu 120.000 Sturmgewehre an die Bundeswehr zu liefern, sondern auch um seinen Ruf. Daher habe man sich dazu entschlossen, jedweden ungerechtfertigten Vorwurf mit allen zur Verfügung stehenden rechtsstaatlichen Mitteln auszuräumen, sagt Sauer im Gespräch mit Soldat & Technik.

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