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Die finnischen und schwedischen Streitkräfte planen in Zukunft sowohl Handwaffen, als auch damit verbundene Peripherieausrüstung zusammen zu beschaffen. Dies teilte jüngst das finnische Logistikkommando, welches für Beschaffungsaufgaben verantwortlich zeichnet, mit. Die dazugehörige Vereinbarung unterschrieben General Mikael Frisell für Schweden und General Kari Renko für Finnland am 3. September im finnischen Tampere.

Bereits im April 2021 hatten die Länder eine Übereinkunft bezüglich des Informationsaustausches im Bereich Handwaffen unterschrieben. General Frisell als Direktor des Bereiches Landsysteme im schwedischen Verteidigungsministerium äußerte nach der Unterzeichnung seine Zuversicht, dass das Projekt nun in die technische Phase eingetreten sei und eine zügige Entwicklung zu erwarten sei.

Ziel des Dokumentes ist es die Leitlinien für die zukünftigen gemeinsamen Projekte im Bereich von Handwaffen-, aber auch Munition und optischen und optronischen Geräten genau zu fassen. Angestrebt wird eine signifikante Steigerung der Interoperabilität zwischen beiden Streitkräften in Bezug auf das System Soldat. General Renko hob in seiner Stellungnahme die Bedeutung für die wachsende Kooperation zwischen Schweden und Finnland im Bereich der Rüstungsbeschaffung hervor und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass zukünftige gemeinsame Projekte zahlreiche Vorzüge in Bezug auf logistische Verfügbarkeit und Kostenersparnis generieren könnten.

Die nun geschlossene Vereinbarung warf bereits im Mai dieses Jahres seine Schatten voraus. Am Ende einer Pressemitteilung über die Beschaffung von Hägglund Fahrzeugen des Herstellers BAE Systems wurde ein Projekt für die Ablösung des aktuellen schwedischen AK5-Sturmgewehrs, einer Modifikation auf Basis der FNC, im Verbund mit Finnland angekündigt. Die Mitteilung der schwedischen Streitkräfte enthielt auch einen Verweis auf eine Kooperation mit dem Nachbarn im Bereich Scharfschützengewehr und Personal Defense Weapon (PDW).

Kristóf Nagy