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Das Gerät 920 war eine Lizenzproduktion der sowjetischen AK-74 Sturmgewehre in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), welches nach der Wiedervereinigung aus Beständen der Nationalen Volksarmee (NVA) in die Bundeswehr übernommen wurde. Dort wird die Waffe noch heute im eingeschränkten Rahmen für Fremdwaffenschulungen und zum Zwecke der Feinddarstellung eingesetzt.

Die DDR war nicht das einzige Land des Warschauer Paktes, das sich entschloss, in die Fußstapfen der Sowjetunion zu treten und die Patrone 5,45 mm × 39 einzuführen. Die neue kleinkalibrige Hochgeschwindigkeitspatrone wurde 1974 von der Sowjetunion zusammen mit dem Sturmgewehr AK-74 in Dienst gestellt. Anfang der 1980er Jahre begannen Polen, Rumänien und sogar die damalige Tschechoslowakei, sich auf die Entwicklung von Gewehren mit dieser Patrone zu konzentrieren. Letztendlich haben alle diese Länder ihre eigenen Gewehrkonstruktionen zur Serienreife entwickelt. Nur Bulgarien und die DDR beschlossen, das Technologiepaket für das AK-74 Gewehr (und im Falle der DDR auch das leichte Maschinengewehr RPK-74) von der UdSSR zu erwerben.

Die Lizenzvereinbarung mit der Deutschen Demokratischen Republik umfasste Varianten beider Plattformen, wobei jedoch nur das Gewehr, einschließlich der Version mit klappbarem Schaft AKS-74, in die Serienproduktion ging. Ziel dieses Artikels ist es, die verfügbaren Forschungsergebnisse zu diesem Thema zusammenzuführen und die industriellen und technologischen Aspekte der Übernahme der AK-74 durch die DDR zu beleuchten, die zu einem massiven militärischen Beschaffungsprogramm in den letzten Jahren ihres Bestehens führten.

An der Front des Kalten Krieges

Die Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD) war eine der am stärksten exponierten militärischen Einheiten der Warschauer-Pakt-Staaten. Als solche erhielt die GSSD die neu eingeführte AK-74 mit Vorrang.

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