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2019 begannen die französischen Streitkräfte mit ihrer Suche nach einer neuen Dienstpistole. Die Wahl fiel auf eine besondere Variante der Glock 17 Gen 5. Inzwischen ist über die Hälfte der Waffen ausgeliefert worden.

Weltweit hat die Pistole bei Streitkräften als Zweit- oder „Backup“-Waffe erheblich an Bedeutung gewonnen. Daher brachte die französische Armee im Frühjahr 2019 ihr Projekt zur Ablösung der alten Modelle MAC-50 und PAMAS G1 auf den Weg. Das Projekt lief zunächst unter dem Kürzel PANG – „Pistolet Automatique de Nouvelle Génération“ (Selbstladepistole der Neuen Generation).

Praxistauglichkeit im Vordergrund

Der Name klang humorig, die Vorgaben und Auswahlkriterien waren streng. Wie die meisten NATO-Staaten bisher hielt auch Frankreich an der bewährten Patrone 9 mm x 19 fest. Um eine möglichst universelle Tarnwirkung zu erzielen und sich gut in Kampfbekleidung und -ausrüstung einzufügen, sollte die Waffe ein Coyote-farbenes Griffstück aufweisen.

Anspruchsvolle Belastungs-, Klima- und Umwelttests standen auf der Agenda. So erfolgten umfangreiche Evaluierungen in Klimakammern, um so die Funktionssicherheit auch in extremen Einsatzbedingungen zu verifizieren – dies natürlich vor dem Hintergrund der weltweiten Einsätze der französischen Streitkräfte. Zudem zeigt die Erfahrung, dass Streitkräfte ihre Handwaffenbestände in langfristigen Zyklen erneuern. Bei den Erprobungen wurde beispielsweise eine rund 25 Jahre lange Nutzungsphase durch eine Schussbelastung von 25.000 Schuss simuliert. Die Glock-Testwaffen übertrafen als Testsieger diese Anforderung deutlich und erreichten bei den Belastungsproben über 30.000 Schuss.

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