SIGMA: Elbit erhält Lieferauftrag für neue Radhaubitzen aus Ost-Asien

Ole Henckel

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Der israelische Rüstungskonzern Elbit Systems hat einen Auftrag im Umfang von etwa 106 Millionen US-Dollar zur Lieferung von SIGMA Radhaubitzen an ein nicht näher genanntes Land in Ost-Asien erhalten. Wie das Unternehmen in einer Mitteilung weiter schreibt, soll der Auftrag innerhalb von fünf Jahren erfüllt werden.

Bei SIGMA handelt es sich um eine von Elbit hergestellte selbstfahrende Haubitze im Kaliber 155mm/52. Die auf der 10×10- Radplattform der Firma Oshkosh basierende Haubitze verfügt über ein automatisches Ladesystem und eine geschützte Kabine mit Platz für drei Personen.

Wie ein Unternehmenssprecher dem Nachrichtenportal Janes bereits im Sommer mitteilte, wurde das Waffensystem von Elbit Systems ursprünglich für die Israel Defense Forces (IDF) entwickelt, wo es ab 2023 eingeführt werden soll. Damit stellt die IDF ihre Haubitzen von kettenbasierten Plattformen auf radbasierte um. Dies bringt den Vorteil der schnelleren strategischen Verlegbarkeit mit sich, da keine Schwerlasttransporter mehr für die Verlegung benötigt werden.

Der vollständig geschützte Turm hat einen 360-Grad-Schwenkbereich in der Seite und eine Höhenrichtbarkeit von 70 Grad. Die Magazinkapazität beträgt 40 Artilleriegranaten. Die Waffenanlage beinhaltet ein automatisches Ladesystem, dessen Funktionsweise im Video dargestellt wird. Der Ladeautomat führt die Geschosse sowie die in einem separaten Magazin befindlichen Treibladungen dem Rohr, bzw. der Verschlusskammer (Volumen: 23 Liter) zu, wo diese im Anschluss gezündet werden.

Ole Henckel