StartBewaffnungSpearUAV zeigt neue Loitering Muniton auf der AUSA

SpearUAV zeigt neue Loitering Muniton auf der AUSA

Kristóf Nagy

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Das israelische Unternehmen SpearUAV hat angekündigt auf der nächste Woche stattfindenden Annual Meeting & Exposition der Association of the United States Army (AUSA) eine neue Loitering Munition vorzustellen. Dies gab das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt. Bei der Viper handelt es sich um eine Quadrocopter-Lösung, welche sowohl als Loitering Munition als auch als mehrfach verwendbare Drohne (UAV) genutzt werden kann.

Das in Tel Aviv ansässige Unternehmen SpearUAV entwickelt und produziert seit 2017 unbemannte Luftfahrzeuge. Diese UAVs zeichnen sich durch eine Ausführung als gekapselte Systeme aus, sodass die Ausleger mit Motoren und Luftschrauben für den Transport in den Rumpf eingeklappt werden können. Auch die als Viper bezeichnete Quadcopter-Drohne ist nach diesem Konzept entworfen worden und kann in einem Transport- und Startbehälter von einer Person mitgeführt werden. Zudem stehen Startbehälter für die Montage an Fahrzeugen zur Verfügung, welche mehrere Wirkmittel aufnehmen können.

Die Drohne mit einer geringen visuellen und akustischen Signatur ist mit einem kombinierten elektrooptischen und Infrarot-, sowie weitere nicht näher spezifizierte Sensoren ausgestattet. Letztere erlauben laut Hersteller in Kombination mit der verwendeten künstlichen Intelligenz komplexe Flugmanöver und auch das Fliegen in schwierigem hindernisreichen Gelände. So soll das Ziel im Kontourflug erreicht werden, was sowohl die Vorwarnzeit als auch die Möglichkeit der Abwehr deutlich herabsetze.

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Durch die Auslegung als Copterdrohne sei zudem gerade in urbanem Gelände das Schweben und auch Absenken in Straßenschluchten möglich. Hierdurch werden Angriffsvektoren denkbar, welche für Flächensysteme unmöglich sind. Konkret gibt SpearUAV an, dass die Viper Deckungen umfliegen, beziehungsweise Lücken nutzen kann, um z.B. Panzervernichtungstrupps gezielt und effektiv bekämpfen zu können. Das Unternehmen erläutert in seiner Mitteilung weiterhin, dass eine Bildverarbeitungssoftware im Verbund mit einer integrierten künstlichen Intelligenz die einfach und effektive Zielerkennung und Verfolgung ermöglicht, was Trainingsaufwand und Einsatzbelastung der Bediener drastisch reduzieren soll. Aufgeklärte und markierte Ziele können vom System automatisch angeflogen und bekämpft werden. Dabei verbleibt der Bediener bis zum Einschlag im Loop und kann den Vorgang jederzeit abbrechen.

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Als Nutzlast kann laut Hersteller sowohl ein nicht näher bezeichneter modularer Sprengkopf als auch elektronische Kampfmittel, aber auch nicht letale Wirkmittel mitgeführt werden. Interessant ist zudem, dass die Zuladung auch auf Nutzerebene auftragsbezogen getauscht werden kann. Im Falle einer erneuten Nutzung kann die wiederaufladbare Batterie ausgetauscht werden, um das Wirkmittel schnell wieder startklar zu machen. Zudem erlaubt die Steuerungssoftware die Nutzung mehrere Viper Systeme im Verbund. So können laut Hersteller Viper mit unterschiedlichen Rollen eingesetzt werden und einander unterstützen, Ziele aufklären, zuweisen und im Bedarfsfall auch bekämpfen.

Kristóf Nagy