StartMobilitätUkrainische Bradleys erhalten Zusatzpanzerung

Ukrainische Bradleys erhalten Zusatzpanzerung

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Die von den USA zum Kampf gegen die russische Invasion an die Ukraine gelieferten Schützenpanzer vom Typ M2A2 ODS-SA Bradley sollen mit einer im Land produzierten Zusatzpanzerung ausgestattet werden. Nach Angaben des Stahlkonzerns Metinvest soll dies im Rahmen der „Steel Front“-Initiative des ukrainischen Unternehmers Rinat Achmetow zur Unterstützung der Streitkräfte des Landes geschehen. Diese stellt neben anderer Ausstattung bereits Zusatzpanzerungen für T-64, T-72 und M1 Abrams Kampfpanzer zur Verfügung.

Der neue Schutz soll den Turm, den Motorraum und alle Lücken, durch die Drohnen das Fahrzeug treffen und ausschalten könnten vollständig abdecken. Drohnen sind in der Ukraine zur Hauptbedrohung von gepanzerten Fahrzeugen und allen anderen Truppen geworden. Bisherige Systeme sind auf diese spezielle allgegenwärtige Gefahr nicht ausgelegt. Nach Angaben von Metinvest befindet sich das Unternehmen im ständigen Austausch mit der Truppe, um entsprechende Schutzmaßnahmen zu entwickeln und anzupassen.

UKR Bradley
Ein ukrainischer M2A2 ODS-SA Bradley Schützenpanzer. (Foto: SCM)

Die USA haben bislang über 300 M2A2 ODS-SA sowie vier Feuerleitpanzer M7 Bradley Fire Support Vehicle (B-FiST) an die Ukraine geliefert. Nach dem letzten Stand des spezialisierten Blogs Oryx sind davon mindestens 91 zerstört, beschädigt oder von russischen Truppen erbeutet worden. Die russische Website lostarmour.info spricht von allein 66 zerstörten Bradleys. Der Typ wurde stark im Rahmen der ukrainischen Gegenoffensive im Sommer 2023 eingesetzt und erfreut sich Berichten aus der Ukraine zufolge auch großer Beliebtheit zur Feuerunterstützung in Gelände, in dem schwerere westliche Kampfpanzertypen Probleme mit der Mobilität haben.

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Redaktion/sab

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