StartMobilitätErster in Ungarn produzierter Lynx vor Übergabe

Erster in Ungarn produzierter Lynx vor Übergabe

Stefan Axel Boes

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Der erste im ungarischen Rheinmetall-Werk Zalaegerszeg produzierte Schützenpanzer KF41 Lynx soll nach Angaben der regierungsnahen deutschsprachigen Newssite „Ungarn Heute“ noch diesen Monat an die Streitkräfte des Landes übergeben werden. Am 3. Juli stellte Paul Walf, Geschäftsführer von Rheinmetall Hungary, ein Video auf dem Netzwerk LinkedIn vor, in dem das Ende letzten Jahres vom Band gelaufene Fahrzeug sein amtliches Kennzeichen erhält. Damit wird die Ankündigung von Rheinmetall im letzten Dezember, dass die Übergabe nach umfangreichen Funktions-, Leistungs- und Qualitätsabnahmen im ersten Halbjahr 2024 stattfinden solle, nur knapp verfehlt.

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Ungarn hat bereits in Deutschland produzierte Lynx erhalten. (Foto: Ungarisches Verteidigungsministerium)

Insgesamt hat Ungarn 218 Lynx bestellt, von denen 178 im Land produziert werden. Den ersten Schützenpanzer aus deutscher Fertigung hatten die Streitkräfte bereits im Oktober 2022 übernommen (Soldat & Technik berichtete).  Im August 2023 wurde das Werk Zalaegerszeg eröffnet. Neben dem Schützenpanzer umfasst der Auftrag auch Versionen als Gefechtsstand-, Aufklärungs-, Artilleriebeobachtungs-, Ambulanz- und Schulfahrzeug sowie als Mörserträger und mit dem Flugabwehrturm Skyranger 30.

Außer dem Lynx hat Ungarn mittlerweile 13 von 44 bestellten Kampfpanzern Leopard 2A7+HU erhalten. Diese Version soll Grundlage für den Leopard 2A8 sein, der bereits von der Bundeswehr und Norwegen bestellt ist. In Ungarn will Rheinmetall zudem nach einem entsprechenden Auftrag vom Dezember 2023 seinen neuen Kampfpanzer KF51 Panther zur Serienreife entwickeln und produzieren. Nach Angaben von „Ungarn Heute“ plant das Unternehmen neben Zalaegerszeg sowie den im Bau befindlichen Niederlassungen für Munitionsherstellung in Varpalota und Softwareentwicklung in Budapest ein viertes Werk im südungarischen Szeged.

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Stefan Axel Boes

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