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Der österreichische Spezialfahrzeugbauer Achleitner ist von den belgischen Streitkräften damit beauftragt worden, neue zivile geschützte Fahrzeuge (Civil Armoured Vehicles, CAV) für die belgische Special Forces Group zu liefern. Wie die Kollegen vom FOB-Blog melden, wird der Ende Dezember 2020 erteilte Auftrag in mehreren Tranchen vergeben. Insgesamt sollen bis 2026 42 Fahrzeuge geliefert werden – 36 SUVs und sechs Pickup-Trucks. Dazu kommen logistische Unterstützungsleistungen. Dem Vernehmen nach hatten sich sechs Firmen beworben.

Es gilt als wahrscheinlich, dass als Ausgangsbasis der weit verbreitete und von den belgischen Streitkräften bereits genutzte Toyota Landcruiser 200 dient. (Foto: Achleitner)

Der erste Abruf bei Achleitner hat einen Wert von rund 1,2 Millionen Euro und umfasst zunächst sechs handelsübliche geschützte SUVs. Die 4 x 4-Fahrzeuge sollen ein zulässiges Gesamtgewicht von sechs Tonnen haben sowie Zuladung von 750 kg (SUV) bzw. einer Tonne (Pickup) bieten. Für beide Fahrzeugklassen sind ein passiver Schutz gegen ballistische Bedrohungen, Beschuss, Minen und IEDs gefordert. Weiterhin sollen sie in den Flugzeugen A400M und C-130 luftverladbar sein.

Es gilt als wahrscheinlich, dass als Ausgangsbasis der weit verbreitete und von den belgischen Streitkräften bereits genutzte Toyota Landcruiser 200 dient. Achleitner bietet dieses Fahrzeug in den Klassen VR7 und VR9 an, ebenfalls wahlweise mit Diesel- oder Benzinmotor. Das Gesamtgewicht liegt bei 5,4 Tonnen, die Nutzlast bei 900 Kilo.

Die belgischen Streitkräfte wollen die neuen Fahrzeuge bei mehreren Nutzern einsetzen. Hierzu zählen die Special Forces Group (SF Gp), der militärische Nachrichtendienst (SGRS) sowie die Personenschutzkommandos (détachements d’agents de sécurité/DAS). Letztere leisten vor allem Schutzaufgaben für Einrichtungen und Personal der belgischen Auslandsvertretungen. Das belgische Verteidigungsministerium plant, 2021 rund zehn Soldaten in diesen Ad-Hoc-Einheiten in afrikanischen Ländern einzusetzen.

Jan-Phillipp Weisswange