Ein Jahr nach der Übernahme des ehemaligen Alstom-Bahnwerks in Görlitz durch KNDS hat CEO Florian Hohenwarter im Beisein des Ministerpräsident des Bundeslandes Sachsen, Michael Kretschmer, des Oberbürgermeisters der Stadt Görlitz, Octavian Ursu, sowie weiteren Gästen aus der Bundes- und Lokalpolitik die 40. Innenraumkabine für das Geschützte Transportfahrzeug (GTF) 3 der Bundeswehr enthüllt. Die Innenräume der Kabine für den GTF 3 werden unter anderem in Görlitz gefertigt und ausgestattet. Danach werden sie an den KNDS-Standort München zur Lackierung versendet.
„Es war uns ein besonderes Anliegen, Herrn Ministerpräsidenten Kretschmer als Unterstützer des Projekts über den Fortschritt der Transformation des Standorts zu informieren. Wir haben bereits mehr als die Hälfte der 70.000 Quadratmeter Werksfläche umgestaltet und werden bis Jahresende 400 Mitarbeiter beschäftigen“, sagte Hohenwarter. „Neben dem GTF 3 produzieren wir heute in Görlitz bereits Wannen und Turmgehäuse für den Kampfpanzer Leopard 2 sowie Module für unterschiedliche Varianten des Radpanzers Boxer. Die Produktion von Turmgehäusen für den Schützenpanzer Puma und Wannen für den Radpanzer Boxer ist in Vorbereitung.“
Görlitz ermöglicht schnellere Lieferungen durch KNDS
Beim Geschützten Transportfahrzeug der 3. Generation handelt es sich um den Iveco Trakker 8×8 mit geschütztem Fahrerhaus. 2021 hatte die Bundeswehr Iveco Defence Vehicles einen Auftrag über bis zu 1.048 Fahrzeuge in fünf Versionen zur Auslieferung bis 2028 erteilt. Sie sind für den Transport von 20-Zoll-ISO-Container geeignet und teilweise zudem mit Hydraulikkränen und Windensystemen ausgestattet. Alle Fahrzeuge erfüllen laut Iveco die modernste Euro-VI-Abgasnorm, eignen sich für den Single-Fuel-Betrieb und verfügen über ein geschütztes Fahrerhaus auf höchstem Niveau. Der Schutz beziehe sich sowohl auf ballistische als auch auf Einwirkungen durch Minen sowie auf IED- und ABC-Schutz.
Vor etwas über einem Jahr, am 5. Februar 2025, hatte KNDS eine Rahmenvereinbarung über die Übernahme des Standorts Görlitz vom Unternehmen Alstom unterzeichnet. KNDS zufolge hat sich dieser aufgrund der hochspezialisierten Mitarbeiter und der guten Rahmenbedingungen innerhalb kürzester Zeit zu einer wichtigen Säule für den anstehenden Produktionshochlauf entwickelt. Mit Görlitz habe KNDS seine Fertigungskapazitäten um eine Produktionsstätte erweitern können, die das Unternehmen in die Lage versetze, schneller und umfassender als bisher Fahrzeugsysteme an die Bundeswehr und deren Partner liefern zu können.
Redaktion/sab










