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Die Modulare ballistische Schutz- und Trageausstattung (MOBAST) soll mittel- bis langfristig alle bisher eingeführten Schutzwesten und die Trageausstattung („Koppeltragegestell 95“) der Bundeswehrsoldaten ersetzen. MOBAST setzt sich zusammen aus einem Schutzwestensystem mit auftrags- und bedrohungsbezogen anpassbaren Komponenten, zusätzlicher ballistischer Unterwäsche und einer an die Schutzweste adaptierbaren Trageausstattung.

Die Auslieferung der ersten Sätze an die Truppe soll noch in diesem Jahr erfolgen, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage Bundestags-Fraktion der AfD hervorgeht. Der ursprüngliche Beginn für die Auslieferung der ersten Systeme war demnach für 2018 vorgesehen, verzögerte sich aber aufgrund von eingeräumten Möglichkeiten zur Nachbesserung, „weil zunächst keiner der Bieter die Anforderungen an das Produkt erfüllte“, so die Bundesregierung, sowie der Wahrnehmung des Rechtsweges durch den unterlegenen Bieter.

Die bis zu diesem Zeitpunkt vorgesehenen MOBAST-Sätze sollen nun alle noch in diesem Jahr an die Bundeswehr ausgeliefert werden. Insgesamt werden von der Bundesregierung 15.965 Sätze in diesem Jahr erwartet. Der Zulauf der weiteren Sätze in den Jahren 2022 bis 2025 soll dann wie ursprünglich geplant erfolgen.

Der aktualisierte Zeitplan sieht wie folgt aus:

  • 15.965 Sätze im Jahr 2021,
  • 5.000 Sätze im Jahr 2022,
  • 5.000 Sätze im Jahr 2023,
  • 10.000 Sätze im Jahr 2024,
  • 10.000 Sätze im Jahr 2025.

Somit würden der Truppe bis 2026 insgesamt 45.965 MOBAST-Sätze zur Verfügung stehen. „Weitere Beschaffungen beginnend ab dem Jahr 2026 werden zeit- und bedarfsgerecht zum jeweiligen Haushalt angemeldet werden“, so die Bundesregierung in der Antwort.

Die Historie der MOBAST-Beschaffung und die Auflistung des MOBAST-Satzes findet sich in unserem letztjährigen Beitrag: Bekleidung und persönliche Schutzausrüstung – Mehrere Verträge geschlossen

Waldemar Geiger