Video: Schlechtwettererprobung des Mörser 16 erfolgreich abgeschlossen

Waldemar Geiger

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Nachdem die Schweizer Streitkräfte bereits im Frühjahr 2020, nach einem erfolgreichen Truppenversuch des „Mörser 16“, die Truppentauglichkeit des neuen Waffensystems bescheinigt haben, wurde jüngst eine Verifikation des Systems bei schlechten Witterungsverhältnissen durchgeführt.

Wie das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) heute mitgeteilt hat, fand die Erprobung im Mai auf dem Schießplatz Hinterrhein statt. In dem veröffentlichten Video der Verifikation ist ab Minute 1:22 die präzise Wirkung des Systems auch bei schwierigen Witterungsverhältnissen anschaulich festgehalten worden.

Darüber hinaus wurde verkündet, dass die Serienfertigung des Waffensystems planmäßig im Februar 2021 begonnen wurde, nachdem im Vorfeld ein entsprechender Beschaffungsvertrag mit den beteiligten Unternehmen – GDELS-Mowag als Generalunternehmer und RUAG als Unterauftragnehmer – gezeichnet wurde, S&T berichtete.

Mörser 16

Beginnend 2024 sollen insgesamt 32 Systeme des „Mörser 16“ der Truppe zulaufen. Der Name Mörser 16 bezieht sich auf die Jahreszahl in dem das Beschaffungsprojekt durch das Schweizer Parlament, in diesem Fall 2016, gebilligt wurde. Neben der Einführung des neuen Waffensystems hat man sich offenbar auch für die Nutzung eines neuen Begriffs für diese Waffenart entschlossen. Dieses wird seitdem als „Mörser“ – also genauso wie beispielsweise in der Bundeswehr – bezeichnet, davor wurden solche Waffensysteme in den Schweizer Streitkräften unter der Begrifflichkeit „Minenwerfer“ geführt.

Neben den 32 Systemen eines neuen 120-mm-Mörsersystems werden zwölf Lastwagen, ein nicht weiter aufgeschlüsselten Munitionspaket sowie Logistikmaterial beschafft sowie 16 vorhandenen Führungsfahrzeuge angepasst.

Als Trägerfahrzeug für den Mörser 16 dient der Radschützenpanzer Piranha IV 8×8 von General Dynamics European Land Systems-Mowag (GDELS-Mowag), in den der elektrisch gerichtete 120-mm-Mörser Cobra von RUAG integriert werden soll.

Waldemar Geiger