StartAusrüstung & BekleidungGefechtshelm Streitkräfte – Rheinmetall meldet Abschluss der formellen Qualifikation sowie der Güteprüfung

Gefechtshelm Streitkräfte – Rheinmetall meldet Abschluss der formellen Qualifikation sowie der Güteprüfung

Waldemar Geiger

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Die Bundeswehr hat die ersten 9.000 zusätzlichen Helme des Typs „Gefechtshelm Streitkräfte“ – auch als „Gefechtshelm Spezialkräfte schwer“ und „Gefechtshelm, Zwischenlösung“ bekannt, so die ehemaligen Bundeswehrnamen für das zwischenzeitlich quasi zur Dauerlösung gewordene und zu „Gefechtshelm Streitkräfte“ umbenannte Projekt, die Truppe querschnittlich mit einem neuen Gefechtshelm auszustatten – erhalten, welche die Bundeswehr Anfang März bei Rheinmetall, dem deutschen Vertriebspartner des nordamerikanischen Helmherstellers Galvion, bestellt hat. Dies geht aus einer heutigen Pressemitteilung von Rheinmetall hervor.

Insgesamt wurden rund 300.000 Helme mit einem Gesamtwert von über 200 Millionen Euro bestellt, wobei nach Angaben des Düsseldorfer Rüstungskonzerns dieses Jahr noch 11.000 weitere Helme an die Bundeswehr geliefert werden sollen. Die übrigen Helme sollen der Truppe bis 2025 zulaufen.

Vor Beginn der Auslieferung musste erst eine formelle Qualifikation sowie Güteprüfung durch die Bundeswehr erfolgen. S&T vorliegenden Informationen nach ist dies deswegen notwendig gewesen, weil die Helmschalen nicht mehr in Nordamerika (so wie die ursprünglichen Lose des Projektes Gefechtshelm, Zwischenlösung), sondern in der Türkei, bei dem Unternehmen CES Advanced Composites & Defense Technologies Inc, gefertigt werden. In solch einem Fall muss die Produktionslinie neu qualifiziert werden. Die Fertigung der Helminnenausstattung wird hingegen weiterhin durch Galvion durchgeführt.

Bei dem „Gefechtshelm Streitkräfte“ handelt es sich um den an die Bedürfnisse der Bundeswehr angepassten Fullcut-Gefechtshelm Batlskin Viper des US-Unternehmens Galvion. Bis Ende 2019 firmierte Galvion noch unter dem Namen Revision. Der Gefechtshelm verfügt über eine an der Stirnseite angebrachte Aufnahme für Nachtsichtgeräte sowie über verschraubte Seitenschienen und ermöglicht es dem Soldaten, einen Aktivgehörschutz zu tragen.

Waldemar Geiger