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Die Bundeswehr will bis 2026 neue Fähigkeiten in der mobilen Flug- und Drohnenabwehr aufbauen. Dies soll durch eine Erstbefähigung des Luftverteidigungssystems für den Nah- und Nächstbereichsschutz (LVS NNbS) geschehen. Für die „Division 2027“ sollen vier Feuereinheiten für den Schutz mobiler Verbände und stationärer Einrichtungen zur Verfügung stehen.

In der Industrie haben jetzt Rheinmetall Electronics GmbH (Bremen), Diehl Defence GmbH & Co. KG (Überlingen) und Hensoldt Sensors GmbH (Taufkirchen) eine gemeinsame Vereinbarung zur Zusammenarbeit im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft (ARGE) für die Entwicklung und Herstellung eines LVS NNbS unterzeichnet. Damit will sich die ARGE NNbS um den Zuschlag für das zukünftige LVS NNbS bewerben.

Ziel der drei deutschen Unternehmen ist es, mittels marktverfügbarer Systeme und Systemkomponenten eine schnell verfügbare, nationale und risikoarme Lösung bereitzustellen. Die Systemkonzeption der ARGE NNbS greift dabei wesentlich auf erprobte Systeme und Teilsysteme zurück, unter Einbindung von sich bereits in der Nutzung durch die Bundeswehr befindlichen Komponenten.

Ein weiteres Augenmerk der ARGE NNbS liegt auf der umfassenden logistischen Versorgung des Luftverteidigungssystems Nah- und Nächstbereichsschutz aus Deutschland heraus.

Rheinmetall bringt mit seinen Divisionen Electronic Solutions sowie Vehicle Systems das technologische Know-How und die langjährige Erfahrung in der Entwicklung und Lieferung von Verteidigungssystemen ein, insbesondere im Bereich Fahrzeuge, Kommunikation und Integration.

Diehl Defence ist spezialisiert auf die Entwicklung und Fertigung von Lenkflugkörpern und hat sich mit modernen Systemlösungen für die bodengebundene Luftverteidigung im internationalen Markt etabliert.

Hensoldt als Lieferant nationaler Schlüsseltechnologien bringt seine Expertise und einsatzerprobten Produkte wie Radare ein. Dies unter Berücksichtigung von umfassenden Kommunalitäten der Produkte beispielsweise im Rahmen der Produkt-Familienkonzepte und vor allem in den Bereichen Luftraumüberwachung, Klassifizierung und Identifizierung.

Gerhard Heiming