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Nachdem sich aus juristischen Gründen bereits die Einführung der neuen niederländischen Einsatzkampfbekleidung DOKS verschoben hat, S&T berichtete, kommt es jetzt auch zu Problemen mit der Zwischenlösung.

So wird sich die Einführung des niederländischen Interims-Kampfanzugs voraussichtlich um mehrere Monate verschieben. Das gab das niederländische Verteidigungsministerium in einer Pressemitteilung am 9. August 2021 bekannt gegeben. Als Grund für die Verzögerung wurden Qualitätsmängel bei dem Feldanzug des ausgewählten Herstellers genannt. Erst Februar diesen Jahres wurde das polnischen Unternehmen Unifeq als Lieferant für die Interim-Kampfbekleidung ausgewählt. Es war ursprünglich geplant, dass ab Mitte dieses Jahres zunächst 20 Testsätze geliefert werden sollten. Damit sollten unter anderem die notwendigen Maße und Passformen ermittelt werden. Die Serienproduktion der Uniformjacke und -hose sollte zeitgleich und parallel mit dem Maßnehmen starten, sobald der NFP-Stoff verfügbar ist. Die Auslieferung der Interims-Kampfbekleidung sollte dann laut ursprünglichen Planungen Ende 2021 beginnen und etwa ein Jahr dauern.

Aufgrund der nun festgestellten Qualitätsmängeln haben die niederländischen Streitkräfte nun ein anderes Unternehmen mit der Herstellung der Uniformen im neuen Tarnmuster Netherlands Fractical Pattern (NFP) beauftragt. Als neuer Liefertermin ist Mitte 2022 avisiert. Zum Bekleidungssatz gehören neben Feldbluse und Feldhose noch ein Combat Shirt, Nässeschutzbekleidung und eine Feldmütze.

Die Combat Shirts laufen seit März zu, die Feldmütze soll ab Endes dieses Jahres ausgegeben werden. Ab Oktober 2021 sollen zudem die ersten Nässeschutzjacken kommen, bis Mitte 2022 sollen alle niederländischen Militärangehörigen mit dem Nässeschutz ausgestattet sein.

Für die Soldatinnen und Soldaten in den Auslandseinsätzen steht nach wie vor Multicam-Kampfbekleidung bereit. Auch die Spezialkräfte des KCT tragen Multicam-Monturen.

Jan-Phillipp Weisswange