StartStreitkräfteRCH 155: Auftrag über 84 Radhaubitzen für Bundeswehr

RCH 155: Auftrag über 84 Radhaubitzen für Bundeswehr

Die Bundeswehr wird 84 Radhaubitzen vom Typ RCH 155 einführen. Einen entsprechenden Auftrag hat KNDS Deutschland vom Anbieterkonsortium ARTEC erhalten, wie das Unternehmen am heutigen Freitag mitteilte. Grundlage für die Beauftragung ist ein Rahmenvertrag zwischen dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) und ARTEC über insgesamt 500 Radhaubitzen, die auch von anderen Nationen abgerufen werden können.

Die Beauftragung umfasst zudem Ausbildungsmittel, Service und logistischen Support. Das Auftragsvolumen liegt insgesamt bei rund 1,2 Milliarden Euro. Die entsprechenden Mittel hatte der Bundestag am Mittwoch dieser Woche freigegeben. Die Bundeswehr hat bislang einen Bedarf von insgesamt 168 RCH 155 angemeldet. In kürzlichen Berichten ist sogar von über 200 die Rede.

RCH 155 wird primäres Artilleriesystem der Mittleren Kräfte

Die gepanzerte Radhaubitze RCH 155 kombiniert die Feuerkraft und effektive Reichweite des unbemannten, voll automatisierten und fernbedienbaren Artillerie-Geschütz-Moduls (AGM) mit dem hohen Schutz und der Mobilität des einsatzerprobten Radpanzers Boxer. Als weltweit einziges System ist sie in der Lage, den Feuerkampf während der Fahrt zu führen.

Als systematische Weiterentwicklung auf Basis der PzH 2000 verfügt die RCH 155 über alle Funktionalitäten eines modernen Rohrartillerie-Systems mit höchstem Schutzniveau für die Besatzung. Dieses System vervollständigt die neu aufgestellten “Mittleren Kräfte” und wird das primäre Waffensystem der Artillerie dieser neuen Kräftekategorie des Deutschen Heeres.

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Redaktion/sab