KNDS Deutschland und der britische Fahrzeughersteller Supacat wollen eine Partnerschaft zur Produktion von leichten und mittleren geschützten Fahrzeugen für das Land Mobility Programme (LMP) des britischen Verteidigungsministeriums eingehen. Das teilten die beiden Unternehmen am gestrigen Donnerstag mit. Im Mittelpunkt sollen der Dingo 3 und das Armoured Command and Liaison Vehicle (ACLV) von KNDS stehen.
LMP soll einen Bedarf der britischen Streitkräfte für eine Fahrzeugfamilie mit Varianten für Mannschafts- und Krankentransport sowie Führungsaufgaben decken. Die beiden künftigen Partner erhoffen sich Aufträge für hunderte, wenn nicht tausende Fahrzeuge im Wert von mehreren Millionen Britischen Pfund (ein Pfund = 1,13 Euro). Die Produktion und technischer Support könnten in Supacats neuer Fertigungsanlage in der Grafschaft Devon stattfinden.
KNDS baut auf Dingo 3 und ACLV auf, Supacat auf HMT
Der Dingo 3 ist die neueste Variante der bei der Bundeswehr einsatzerprobten Dingo-Familie und wird in 4×4- und 6×6-Versionen angeboten. Gegenüber dem eingeführten Dingo 2 wurde die Nutzlast erneut gesteigert, das maximal zulässige Gesamtgewicht beträgt nun 13,1 statt 12,5 Tonnen. Das ACLV basiert auf dem von KNDS-Vorgänger KMW und MAN Military Vehicles für die Bundeswehr-Forderung Geschützes Führungs- und Funktionsfahrzeug (GFF) 2 entwickelten 4×4-Fahrzeug Armoured Multi Purpose Vehicle (AMPV) mit einem Gesamtgewicht von zehn Tonnen.
Supacat ist im militärischen Bereich vor allem für seinen High Mobility Transporter (HMT) bekannt, der als Jackal bei den britischen Streitkräften eingeführt und auch in weiteren Ländern in Dienst ist. Der in offenen und geschlossenen 4×4- und 6×6-Varianten angebotene Typ wurde als Ersatz für den Land Rover bei bewaffneten Patrouilleneinsätzen in Afghanistan entwickelt und wird in Großbritannien mittlerweile in den Version Jackal 2 und 3 sowie als 6×6-Unterstützungsfahrzeug Coyote genutzt.
Redaktion/sab





