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Das auf Sonar- und Akustik-Technologien spezialisierte israelische Unternehmen DSIT Solutions Ltd., Tochtergesellschaft des Rüstungskonzerns Rafael Advance Defense Systems, wurde gemäß eigenen Angaben jüngst durch ein nicht näher spezifiziertes NATO-Mitgliedsland mit der Lieferung seines Kampfschwimmerabwehrsystems (Portable Diver Detection Sonar – PDDS) „PointShield“ beauftragt. Dies gab das Unternehmen am 21. Januar 2021 bekannt.

Bei PointShield handelt es sich um ein tragbares, vollautomatisches und leistungsstarkes PDDS-System zur Tauchererkennung. Mit diesem System können Schiffe oder feste Anlagen (Häfen, Bohrinseln, Nuklearanlagen in Wassernähe, Pipelines, etc.) gegen einen Angriff aus dem Wasser, zum Beispiel durch Kampfschwimmer, geschützt werden.

Das System kann einfach und mit einer Vielzahl von Methoden installiert werden, z.B. auf dem Meeresboden, an einer Pierwand, auf einem Stativ, einem Verankerungspfahl, oder per Kette von einem Schiff.

PointShield ist leicht, kompakt und tragbar, um ein schnelles Aufstellen und Wiederaufnehmen zu ermöglichen. Gleichzeitig ist es robust und kann rauen Gewässern und langfristigem Dauerbetrieb unter Wasser standhalten, wodurch er sich auch für Festinstallationen eignet. Das PointShield PDDS unterstützt laut Unternehmensangaben den vollautomatischen Betrieb – von der Erkennung über die Verfolgung bis hin zur Klassifizierung und Alarmierung. Die Abstützung auf einen Sonarbediener wird somit überflüssig. DSIT verweist weiterhin auf die fortschrittlichen Signalverarbeitungsalgorithmen, diese gewährleisten die gewünschte Kombination aus sehr hoher Erkennungswahrscheinlichkeit (Probability of Detection, PD) und sehr niedriger Fehlalarmrate (False Alarm Rate, FAR).

Das System unterstützt die Erkennung aller Arten von Unterwasserbedrohungen, einschließlich Tauchern mit Kreislaufgeräten (Rebreathing), Tauchern mit Pressluftgeräten, unbemannten Unterwasserfahrzeugen, halbgetauchten Wasserfahrzeugen sowie allen Arten von U-Booten und Taucherverbringungssystemen. Es bietet eine omnidirektionale Abdeckung (360 Grad), wodurch eine Sicherheitssphäre entsteht, die das geschützte Objekt von allen Seiten umgibt und die gesamte relevante Wassersäule abdeckt.

Laut Hersteller ermöglicht das System die kontinuierliche Überwachung von über 1.000 Sonarkontakten gleichzeitig in Echtzeit. Damit ermöglicht es die schnelle Erkennung von Unterwasser-Bedrohungsstandorten und liefert ein taktisches Bild auf kurze und mittlere Entfernungen. Modular mit flexibler Architektur können die Sensoren jeden gewünschten Sektor von 0 bis 360 Grad abdecken. Mehrere Einheiten können gleichzeitig arbeiten und werden von einer einzigen Command & Display-Einheit gesteuert, die intuitive Anzeigen und Menüs bietet. Die offene Architektur des Systems unterstützt die einfache Schnittstelle mit jedem Sensor und C2-System.

André Forkert