StartStreitkräfteStichwahlkriterium: Neu konzipierter Einzelkämpferlehrgang gewinnt wieder an Bedeutung

Stichwahlkriterium: Neu konzipierter Einzelkämpferlehrgang gewinnt wieder an Bedeutung

André Forkert

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Wer den Begriff „Lerngruppenanalyse“ hört, denkt vermutlich als Erstes an theoretisches Unterrichtsgeschehen und nicht an den Einzelkämpferlehrgang (EKL), jedoch liegen die beiden Begriffe näher als man denkt. 7 km-Geländelauf mit 20 Kg Gepäck in 52 Minuten, so sieht die Lerngruppenanalyse auf dem Einzelkämpferlehrgang aus. Wer die Zeitvorgabe knapp verpasst, wird nicht sofort abgelöst. Schlechte Rahmenbedingungen wie beispielsweise schlechtes Wetter werden mitberücksichtigt. In der Folgewoche gibt es dann eine zweite Chance, wenn hier die Leistung nicht stimmt, folgt die Ablösung. Die Heimat des Einzelkämpferlehrgangs ist die Lehrgruppe B der Infanterieschule in Hammelburg. Hier wird in zwei Inspektionen sowohl der Einzelkämpferlehrgang, als auch der „Führer eines Jagdkommandos“ ausgebildet.

Der Einzelkämpferlehrgang wird nach einer Revision kompetenzorientiert ausgebildet und damit der Ausbildung größtmögliche Freiheit eingeräumt: „Jeder Entscheidung folgen Konsequenzen, egal ob gut oder schlecht. Sofern die Lehrgangsteilnehmer durch ihre Entscheidung nicht zu einer Gefahr für sich oder andere werden, lassen wir das Bild erstmal laufen“, erläutert Oberstleutnant Andreas Wiechert, der Lehrgruppenkommandeur. Hierdurch würden Entscheidungen sichtbar und spürbar gemacht und der Lernerfolg sei wesentlich höher, als wenn die Lehrgangsteilnehmer einen eng gesteckten Rahmen bekämen, in welchem sie sich bewegen müssten, wie es früher einmal war.

Nach wie vor ist der EKL Voraussetzung für die Teilnahme am Führer Jagdkommando. Während im Einzelkämpferlehrgang alle Grundlagen des Überlebens, Durchschlagens und der Aufnahme durch eigene oder verbündete Kräfte erfolgen, ist der Schwerpunkt des „Führer eines Jagdkommandos“ der, dass die Lehrgangsteilnehmer einen verstärkten Zug, isoliert von eigenen Kräften autark führen müssen.

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Das Training EKL wurde im März 2021 völlig neu konzipiert und beschränkt sich auf das Thema einer auf sich gestellten Gruppe und deren Überleben und Durchschlagen, inklusive Überlebensprioritäten und Sicherungsaufgaben. Im Schwerpunkt steht der Einzelschütze, der zu eigenen Teilen zurückfinden muss, das heißt sich über Sammelpunkte zum letztlichen Release-Point (RP), also den eigenen Teilen durchzuschlagen.

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