StartBewaffnungSkyranger-Vertrag ist unterschrieben

Skyranger-Vertrag ist unterschrieben

Print Friendly, PDF & Email

Das BAAINBw hat mit Rheinmetall den Vertrag zur Lieferung von 19 Boxern mit Skyranger 30 Turm abgeschlossen. Wie das Unternehmen mitgeteilt hat, sollen ein Prototyp und 18 Serienfahrzeuge mit dem mobilen Flugabwehrsystem geliefert werden. Der Vertragswert beträgt den Informationen zufolge 595 Millionen Euro. Den Prototyp erwartet die Bundeswehr Ende 2024.

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hatte die Finanzmittel für die Beschaffung am 21. Februar freigegeben.

Das Skyranger 30-System gehört – wie die IRIS-T SLM – zu den Vorabbeschaffungen für das Luftverteidigungssystem Nah- und Nächstbereichsschutz, das im letzten Monat in Auftrag gegeben worden ist und an dem Rheinmetall im Rahmen der ARGE NNbS beteiligt ist.

sut layout500x300 2024yH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==

Als wesentlicher Bestandteil von NNbS bettet sich Skyranger 30 in die European Sky Shield Initiative der Bundesregierung ein, mit der Deutschland innerhalb der NATO eine Rolle als Anlehnungsnation in der bodengebundenen Luftverteidigung Europas eingenommen hat, schreibt Rheinmetall.

yH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==

Gleichzeitig schließe das Luftverteidigungssystem Skyranger 30 die aktuelle akute Fähigkeitslücke der mobilen Flugabwehr. Das System biete eine optimale Kombination aus Mobilität, Schutz, Flexibilität und Präzision, um den wachsenden Anforderungen an herausfordernde Bedrohungsszenarien im Nah- und Nächstbereich gerecht zu werden. Als Hybrid-Lösung vereine sein Turm die wirkungsstarke Revolverkanone 30mm x 173 KCE, Boden-Luft-Lenkflugkörper und die erforderliche Sensorik auf einer Plattform. In Deutschland wird der Skyranger 30 mit dem Flugkörper Stinger ausgestattet. Je nach Kundenanforderung können diverse moderne Lenkflugkörper Verwendung finden, z.B. auch Mistral – wie in Österreich – oder spezielle C-UAS Flugkörper.

Als Erstkunde hat die Republik Österreich vor kurzem die Beschaffung von 36 Skyranger 30-Systemen in Auftrag gegeben. Auch weitere NATO- und EU-Mitglieder wollen sich der Beschaffung anschließen oder haben dies bereits auf den Weg gebracht, schreibt Rheinmetall. Im Dezember 2023 hatte Ungarn das Unternehmen mit der konzeptionellen Entwicklung des Skyranger 30-Turms für die zukünftige Flugabwehrvariante des Kettenfahrzeugs Lynx KF41 beauftragt. Litauen prüft, ebenfalls den Skyranger 30 auf Boxer-Basis einzuführen. Auch Dänemark hat eine entsprechende Beschaffung angekündigt.

Seine letzten Leistungsnachweise erbrachte das System als Funktionsdemonstrator auf dem Rheinmetall-Erprobungszentrum Ochsenboden/Schweiz. Bei der erfolgreichen Test- und Schießkampagne musste sich das System im Stand und in der Fahrt bewähren. Der Funktionsdemonstrator habe wichtige Erkenntnisse geliefert, die die Herstellung und Integration des deutschen Nachweismusters erheblich risikoärmer und schneller machen, so Rheinmetall.

Redaktion / gwh