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Panzerabwehr: Estland beschafft weiteres Los C90

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Das estnische Zentrum für Verteidigungsinvestitionen ECDI hat letzte Woche bekanntgegeben, dass aus dem 2018 mit der Firma Instalaza geschlossenen Rahmenvertrag weitere 5.942 Stück Panzerabwehrhandwaffen des Typs C90 CR-RB abgerufen werden. Der Vertrag mit einer Laufzeit von fünf Jahren umfasst neben der Panzerabwehrversion auch die Mehrzweckpatrone C90 CR-AM.

Die vom spanischen Hersteller Instalaza seit 1990 produzierte C90-Familie wurde seitdem immer wieder weiterentwickelt. Die Integration des VN38-C Restlichtverstärkers in das C-90-System erfolgte bereits 1996 mit der dritten Produktgeneration des Wirkmittels. Gleichzeitig wurde neben dem Panzerabwehrgefechtskopf eine weitere Patrone zur Bekämpfung von Gebäuden und Feldbefestigungen in Form einer Mehrzweckladung vorgestellt.

Die C-90-Familie wurde 2014 durch eine nachladbare Version ergänzt und ist seit 2015 mit der CS-Version auch aus geschlossenen Räumen nutzbar. Zudem sind weitere Optiken mit höherer Vergrößerung und auch ein Laserentfernungsmesser integriert worden. Die aktuelle Beschaffung durch die ECDI erfolgt zweifelsohne unter dem Eindruck des aktuellen Ukrainekonfliktes und der sich dort abzeichnenden Bedeutung von Panzerabwehrhandwaffen im Kampf gegen einen übermächtigen, mechanisierten Gegner.

Nicht nur die spanischen Streitkräfte nutzen das C90-System, sondern es wird von Instalaza auch mit Erfolg exportiert. So wurde das Wirkmittel an das NATO-Land Estland sowie an Saudi-Arabien, Indonesien und Kolumbien geliefert.

Kristóf Nagy