StartS&T+Ukrainekrieg: Strategische Verschiebung, operative Auswirkungen

Ukrainekrieg: Strategische Verschiebung, operative Auswirkungen

Im Ukrainekrieg zeichnet sich möglicherweise eine strategische Verschiebung zugunsten der Ukraine ab, die erste operative Auswirkungen zeigt. Bereits vor einigen Wochen berichteten verschiedenen Quellen, dass das angegriffene Land den Angreifer mittlerweile in der Quantität bei Langstrecken-Drohnenangriffen überholt hat. Insbesondere die Kampagne gegen die russische Öl- und Gas-Infrastruktur zeigt zunehmende Wirkung. Auch über diese Zielkategorie hinaus ist in einem geografischen Bereich bis zum Moskauer Raum jederzeit mit Drohnenangriffen zu rechnen.

Situation im Ukrainekrieg am 26.05.2026, 21:00 MESZ.
Situation im Süden der Ukraine am 26.05.2026, 21:00 MESZ. (Bild: Google Maps/Boes)

Seit kurzem weisen ebenfalls verschiedene Quellen einschließlich russischer Militärblogger besonders darauf hin, dass die Zunahme ukrainischer Drohnenangriffe im mittleren Entfernungsbereich bis etwa 250 Kilometer hinter der Kampfzone die Logistik Russlands für seine Fronttruppen ernsthaft beeinträchtigt. Dieser Bereich umfasst den gesamten Landkorridor zur besetzten Krim. Die Ukraine nutzte dabei zunächst besonders gegnerische Flugabwehrsysteme ab. Mittlerweile ist jeder Nachschubtransport entlang der Straßenverbindungen westlich der Oblast Donezk ein potenzielles Ziel.