Kanada hat für 1,88 Milliarden US-Dollar (1,62 Milliarden Euro) 26 Raketenartilleriesysteme vom Typ M142 HIMARS geordert. Die Abwicklung erfolgt als Foreign Military Sales (FMS)-Regierungsgeschäft. Bereits im April hatte die amerikanische Regierung Hersteller Lockheed Martin einen Produktionsauftrag im Umfang von 1,33 Milliarden Dollar erteilt, der außer Einheiten für die U.S. Army und das Marine Corps auch HIMARS für den Verkauf an Australien, Estland, Kanada, Schweden und Taiwan enthielt.
Mit Ausnahme Schwedens, das sich noch nicht zum Kauf entschieden hat, ist Kanada das einzige dieser Länder, das das System neu einführt. HIMARS wurde hier für das Long-Range Precision Strike (Land)-Projekt ausgewählt. Die Lieferung soll ab 2029 erfolgen und umfasst neben den Werferfahrzeugen auch Munition, Ersatzteile, Ausbildungs- und Unterstützungsleistungen.
Kanada wird voraussichtlich elfter HIMARS-Nutzer
Daneben wird das System auch von Jordanien, Polen, Rumänien, Singapur, den Vereinigten Arabischen Emiraten und der Ukraine genutzt, wo es erfolgreich gegen die russischen Invasionstruppen eingesetzt wurde. Kanada wird damit voraussichtlich der elfte Nutzer. Weitere Bestellungen gibt es aus Italien (21), Kroatien (acht), Lettland (sechs) und Litauen (acht). Zudem interessieren sich Bahrain, Bulgarien, Marokko, die Philippinen und Ungarn für HIMARS.
Dagegen entschieden sich die Niederlande für das System EuroPULS von Elbit, das auch bei der Bundeswehr eingeführt wird. Norwegen wählte den südkoreanischen M239 Chunmoo, der in Estland und Polen parallel zu HIMARS im Dienst steht. HIMARS verwendet die Munition der MLRS-Familie Kaliber 227 mm in einzelnen Startbehältern zu sechs Schuss oder mit jeweils einer ballistischen Rakete ATACMS, künftig auch zwei Precision Strike Missile (PrSM) auf einem Radfahrgestell.
Redaktion/sab












