Der Verband Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler e. V. (VDB) hat in einem Positionspapier mit dem Titel „Reserve stärken“ die Zuerkennung eines waffenrechtlichen Bedürfnisses für beorderte Reservisten gefordert. Die Organisation, die die Interessen des zivilen Sport- und Jagdwaffen-Einzelhandels sowie seiner Kunden vertritt, begründet dies mit dem hohen Aufwand für die Ausbildung an Handwaffen etwa in den Heimatschutzkompanien, der erfahrungsgemäß bei Soldatinnen und Soldaten erheblich geringer ausfalle, wenn sie als Jäger oder Sportschützen bereits privat im Besitz einer waffenrechtlichen Erlaubnis seien.
Das Papier wurde unter Federführung von VDB-Vizepräsident Frank Satzinger erarbeitet, der als Oberstleutnant der Reserve auch als Kompanieeinsatzoffizier im Heimatschutzregiment 1 dient. Es verweist angesichts der Sicherheitslage in Europa sowie dem Bemühen der Bundesregierung um den Ausbau der Bundeswehr einschließlich der Zahl verfügbarer Reservisten auf Vorbilder anderer europäischer Länder zur Erhöhung der Einsatzbereitschaft. So bewahrten Schweizer Reservisten im Rahmen des Milizsystems ihre Dienstwaffen zuhause auf, Tschechien habe 2021 das Waffenrecht mit dem ausdrücklichen Ziel liberalisiert, die Verteidigungsfähigkeit der Bevölkerung zu stärken.
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