Bei der NATO-Übung „Vigorous Warrior 2026“ vom 20. Mai bis zum 8. Juli hat der Sanitätsdienst der Bundeswehr erstmals ein Einsatzlazarett, also die Behandlungsebene 3 (Role 3), ins Baltikum verlegt, aufgebaut und in Betrieb genommen. Es ist die größte modulare medizinische Versorgungseinrichtung der Bundeswehr, in der Diagnostik, Nachoperationen und intensivmedizinische Betreuung im Mittelpunkt stehen.
Diese mobile Sanitätseinrichtung am Hafen von Tallinn war ein zentraler Bestandteil der multinationalen Übung, an der rund 2.500 Soldatinnen und Soldaten aus 29 NATO- und Partnernationen teilgenommen haben. Für den Aufbau wurden 163 Container und 38 Fahrzeuge von Deutschland ins estnische Muuga bei Tallinn transportiert. Die Role 3 – vergleichbar mit einem mobilen Kreiskrankenhaus – ist die vorletzte Ebene der militärischen Rettungskette.
Einsatzlazarett versorgt Verwundete im Bündnisfall
Mehr als 400 Soldatinnen und Soldaten sowie ziviles Personal aus Deutschland, Estland, Niederlande, Kanada, Frankreich, Belgien, Japan, Slowenien, Kroatien, Schweden, Island, Schweiz und Großbritannien reisten nach Estland, um selbst als medizinisches Personal zu üben oder die Übung zu unterstützen, indem sie realistisch verwundete Patientinnen und Patienten darstellen, die versorgt werden müssen.
Mit dem Betrieb des Einsatzlazaretts demonstriert der Sanitätsdienst seine Fähigkeit, Verwundete im Bündnisfall schnell, leistungsfähig und multinational zu versorgen. Die schnelle Verlegefähigkeit, die enge Zusammenarbeit mit internationalen Partnern sowie die Sicherstellung einer bruchfreien Rettungskette sind wesentliche Voraussetzungen für die Einsatzbereitschaft und Durchhaltefähigkeit der Soldatinnen und Soldaten und auch der NATO.
Redaktion/sab












