Israel Aerospace Industries (IAI) haben eine neue Generation ihres Panzerabwehrlenkflugkörpers LAHAT (Laser-homing Anti-Tank) vorgestellt. LAHAT Alpha ist wie die Vorgänger lasergelenkt, kann aber mit über 20 Kilometer Reichweite auch außerhalb der Sichtweite zum Ziel abgefeuert werden (beyond line of sight – BLOS). Als Plattformen sind Bodenfahrzeuge und Hubschrauber möglich.
LAHAT wurde Anfang der 1990er Jahre ursprünglich als rohrverschießbarer Flugkörper für Panzerkanonen in den Kalibern 105 und 120 mm eingeführt. Bei einer Masse von 13 Kilogramm und einer Länge von 975 Millimetern hatte er eine Reichweite von 8.000 Metern. Die Steuerung erfolgte durch Laserbeleuchtung des Ziels, der 4,5 Kilogramm schwere Tandem-Hohlladungsgefechtskopf konnte bis zu 800 Millimeter gewalzten Panzerstahl (RHA) hinter Reaktivpanzerung durchschlagen.
LAHAT Alpha: länger, schwerer, weiter
Die Waffe hätte auch von einem abgesetzten rückstoßfreien Geschütz im entsprechenden Kaliber verschossen werden können. Sie war jedoch nicht auf ein Kanonenrohr für den Start angewiesen und konnte ebenso von anderen Bodenfahrzeugen, Hubschraubern und Booten eingesetzt werden. Von einem Hubschrauber betrug die Reichweite 10.000 Meter. Von den US-Streitkräften wurde sie auf der ebenfalls von IAI hergestellten Drohne RQ-5 Hunter getestet.
LAHAT Alpha ist mit 25 Kilogramm Masse und zwei Metern Länge größer als das Original und dürfte nicht mehr aus Panzerkanonen verschießbar sein. Der „große“ Gefechtskopf kommt in Panzerabwehr- oder Splitterausführung. Laut IAI soll er den wachsenden Markt für kostengünstige Präzisionsflugkörper mit höherer Reichweite bedienen. Der Hersteller weist besonders auf die einfache Bedienung und die Störsicherheit der halbaktiven Lasersteuerung hin.
Redaktion/sab










