EOS Defense Systems USA gab anlässlich der Association of the United States Army (AUSA) Annual Meeting & Exposition 2025 bekannt, dass es erweiterte Fähigkeiten für sein Remote Weapon System (RWS) Slinger entwickelt, darunter Funktionen wie unterstützte Zielerkennung und wählbare Autonomiestufen, um den wachsenden Herausforderungen durch feindliche Drohnen zu begegnen. Die sich ständig weiterentwickelnde Bedrohung durch unbemannte Flugsysteme (Unmanned Aerial Systems; UAS) erfordert eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Technologien zur Abwehr von UAS (C-UAS), um kritische Anlagen und Truppen zu schützen.
„Slinger ist das präziseste ferngesteuerte Waffensystem auf dem Markt, und diese Entwicklungen werden die C-UAS-Mission erheblich verbessern, indem sie die Arbeitsbelastung des Bedieners durch unterstützende Erkennung, Klassifizierung und Bekämpfung von Drohnenbedrohungen reduzieren“, sagte Shawn Baerlocher, CEO von EOS Defense Systems USA. „Das RWS kann als eigenständiges System betrieben werden, wobei es nur seine eigenen passiven Sensoren nutzt, oder es kann externe Signale von einem Fernsensor empfangen. Durch die Hinzufügung einer Automatisierungssuite können Drohnen bekämpft werden, ohne die Soldaten zusätzlich zu belasten.“
Hohe Trefferwahrscheinlichkeit mit Slinger
EOS hat nach eigenen Angaben zahlreiche Feldtests mit Slinger durchgeführt und hohe Trefferwahrscheinlichkeitsraten gegen Drohnenbedrohungen in operativ relevanten Umgebungen nachgewiesen, wie zum Beispiel gegen UAS der Gruppe 1. Der Hersteller plant den Einsatz von Slinger mit diesen Funktionen auf mehreren Plattformen als Teil einer mehrschichtigen Verteidigungsarchitektur gegen UAS-Bedrohungen. Durch die Kombination von bewährter Präzision mit kostengünstigen kinetischen Effektoren und wählbarer Autonomie biete Slinger eine hochwirksame und skalierbare Lösung zum Schutz mobiler Plattformen auf dem Gefechtsfeld, um Leistungslücken im gesamten Verteidigungsbereich zu schließen.
Die RWS von EOS sind einsatzerprobt und werden von Streitkräften in Australien, dem Nahen Osten, Nordamerika, Europa und Südostasien eingesetzt. EOS hat weltweit mehr als 2.500 Systeme ausgeliefert. In Deutschland wird EOS durch Diehl Defence vertreten. Erst Anfang des Monats hat auch die südkoreanische Hanwha Defence Australia EOS mit der Lieferung von ferngesteuerten Waffensystemen für das LAND 400 Phase 3-Programm der australischen Streitkräfte zur Ausrüstung von Schützenpanzern Redback AS21 beauftragt. Im Rahmen der Vereinbarung wird EOS modernisierte R400-Fernwaffensysteme liefern, die auf die operativen Anforderungen der australischen Armee zugeschnitten und vollständig in das AS21 Redback IFV integriert sind.
Das leichte 30-mm-System R400 bietet Präzision und Zuverlässigkeit und stattet leichte Fahrzeuge mit der Feuerkraft schwererer Plattformen aus, so der Hersteller. Das System kann für Einzel- oder Doppelwaffenkonfigurationen konfiguriert werden und unterstützt mobile Einsätze in Entfernungen von bis zu 2.000 Metern. Neben der 30-mm-Kanone kann das R400 mit Maschinengewehren, automatischen Granatwerfern und Panzerabwehrlenkwaffen ausgestattet werden und ist dank seiner Plug-and-Play-Funktionalität mit anderen Waffensystemen von EOS kompatibel.
Redaktion/AF







