Rheinmetall liefert der Ukraine weitere Skyranger 35 auf Basis des Leopard 1. Das erklärte das Unternehmen heute in einer Pressemitteilung. Der Auftragswert belaufe sich auf einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag. Die Systeme würden durch einen EU-Staat im Rahmen der EU-Initiative „Windfall Profit Mechanism“ finanziert. Die Produktion und Integration der Systeme werde von Rheinmetall Italia SpA an deren Hauptsitz in Rom durchgeführt.
„Wir sind dankbar für das Vertrauen, das die Ukraine uns entgegenbringt“, so Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG. „Ebenso danken wir dem EU-Staat für die Unterstützung, die unsere fortgesetzten Bemühungen zur Unterstützung der Ukraine unterstreicht.“
„Weitere“ Skyranger deuten auf vorherigen Einsatz hin
Der Skyranger 35 auf Leopard-1-Basis vereint die Mobilität und den Schutz eines Kettenfahrzeugs mit der Wirksamkeit eines kanonenbasierten Flugabwehrsystems. Er verfügt über eine KDG 35/1000-Revolverkanone im Kaliber 35 mm x 228 mit einer Schussfolge von 1.000 Schuss pro Minute. Sie hat eine effektive Reichweite von bis zu 4.000 Metern und eine hohe Kommunalität mit der Oerlikon Revolver Gun Mk 3.
Skyranger 35 verschießt eine zerlegefähige Mittelkalibermunition mit programmiertem Luftsprengpunkt. Perspektivisch ist auch die Einrüstung moderner Lenkflugkörper möglich. Bereits im vergangenen Monat hatte Papperger eine Lieferung an die Ukraine angekündigt. Die Aussage zu „weiteren“ Fahrzeugen in der heutigen Pressemitteilung deutet darauf hin, das der Auftrag entweder erweitert wurde oder das System, möglicherweise zu Testzwecken, bereits zuvor im Land eingesetzt wurde.
Redaktion/sab






